Armut in Deutschland

Die soziale Schere in Deutschland klafft immer mehr auseinander. Die wachsende Armut der Menschen wird kaum thematisiert oder geleugnet, herunter gespielt und verharmlost. Währenddessen kann auf den Strassen eine wachsende Menge an Bettlern beobachtet werden, die in einem verwahrlosten Zustand sind. Sie sind oft klapperdürr und ausgemergelt, was darauf schließen läst, dass sie nicht mehr an Nahrung heran kommen. Das Sozialsystem ist inzwischen so radikal aufgebaut, dass die Menschen am Ende des Monats auf die Tafeln angewiesen sind, um an Lebensmittel zu kommen. Dies ist von der Politik so gewollt. Hartz IV Empfängern wird von den Jobcentern die Tafel empfohlen um zu überleben und es werden Ausweise für die Nahrungsmittelzuteilung gleich mit dem Bescheid zusammen verteilt. Es ist der Regierung absolut bewusst, dass das wenige Geld, das die Sozialhilfe und ALG-II Empfänger erhalten nur für das allernotwendigste reicht , denn diese Politik ist so gewollt. Die Reichen in Deutschland lassen verbreiten, dass sich ansonsten niemand mehr um Arbeit bemüht. Wer aber halb verhungert auf einem Sofa liegt, weil der Monat noch nicht vorbei ist und kein Essen mehr im Haus, der wird auch kein Geld haben, um sich einen Anzug zu kaufen und neue Schuhe, die für ein Bewerbungsgespräch gebraucht werden. Er oder sie wird Kopfschmerzen und Körperliche Symptome der Mangelernährung entwickeln. Die Abwärtsspirale ist in Gang gesetzt. Besonders die Kinder leiden unter den Umständen. Es wurde berichtet, dass viele ohne Pausenbrot in die Schule kommen.


DOWNLOAD: Bild “ARMUT IN DEUTSCHLAND” (1050 × 860 Pixel 72 dpi. Foto: Juliane Arnold)

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Man sieht ihnen die Armut an.
Im Gegensatz zu der Behauptung unserer früheren Arbeitsministerin Von der Leyen. Ihr Satz: “Man sieht ihnen ihre Armut gar nicht an.” Ist eine Verspottung der Menschen, die alles dafür tun, um einen gepflegten Eindruck zu machen, obwohl sie dafür ihren letzten Cent ausgeben müssen. In einer Welt, in der andere Menschen auf die Schuhe der anderen sehen, um ihren gesellschaftlichen Status einzuschätzen, werden diejenigen mit den immer gleichen Turnschuhen angepöbelt und diskriminiert. Die soziale Kälte in Deutschland und die Verachtung der Armen wurde gezielt herbei geführt durch Kampagnen in der Presse, die den Titel: HARTZ-IV Schmarotzer tragen und den anderen Menschen suggerieren sollen, dass die Sozialhilfeempfänger ihnen mit Absicht schaden wollen und sich ein schönes Leben auf Mallorca auf deren Kosten machen. So wurden Bevölkerungsschichten aufeinander gehetzt. Dies sind die Arbeiter und Mittelständler, die ihren Unmut über die hohe Steuerlast auf die Sozialhilfeempfänger schieben, die die Schuld daran erhalten. Der Soziallabbau wurde in den letzten Jahren indirekt voran getrieben. Die Hartz-IV Sätze wurden nicht deutlich genug erhöht um die höhere Belastung durch die gestiegene Mehrwertsteuer oder die vervielfachten Strom und Energiekosten. Ein Inflationsausgleich findet nur minimal statt. Bei vielen Armen gingen nach der Energiewende die Lichter aus. Der Strom wird ihnen abgeschaltet. Große Firmen erhalten dafür für ihren hohen Verbrauch satte Rabatte. Die Umverteilung von Arm nach Reich ist deutsche Politik und so gewollt.
In der Berichterstattung kommt es nicht so häufig vor, wie die soziale Ausgrenzung auf die Psyche der Armen wirkt. Sie müssen gesellschaftliche Events und Einladungen absagen, weil sie nicht einmal die Fahrkarten zu den jeweiligen Orten bezahlen können. Da hilft es wenig einen Gutschein für ein Schultheater als Ersatz zu bekommen. Die Verachtung der Jobcentermitarbeiterinnen gegenüber der in Neusprech “Kunden” genannten Abhängigen ist unter den Hartz IV Empfängern bekannt. Die Empfänger des ALG II haben keine großen Mitspracherechte, was ihre weitere Zukunft betrifft. Fortbildungen werden verweigert, statt dessen sich wiederholende Bewerbungstrainings angesetzt. Alles, weil Menschen die in einer Maßnahme sind nicht in der Arbeitslosenstatistik erscheinen. Die Statistik zu schönen ist die Aufgabe der Jobcenter. Die Armen werden mundtot gemacht. Wer Hartz IV gehört zu der diskriminiertesten und verachtetsten Gruppe unter den Deutschen. Menschen, die den Status neuer Bekanntschaften nach deren Berufen und Einkommen einschätzen fragen bei einem Kennenelerngespräch grundsätzlich: “Und was machst du so (beruflich?)” Für die Arbeitslosen ist das eine Katastrophe. Sie sind gesellschaftlich abgeschrieben, sollten sie die Frage wahrheitsgemäß beantworten.
Psychologisch ist bekannt, dass fast jede zweite arbeitslose Person in Deutschland psychische Probleme wie Depressionen und Burn-Out-Syndrome entwickelt. Der Druck der durch die Behörden ausgeübt wird erzeugt ein Gefühl des hilflosen Ausgeliefert seins, ohne eigene Mitbestimmung, solange bis die Menschen  pychologisch betreut werden müssen. Es ist bekannt, dass allein beim Erhalt eines “Grauen Briefes” durch ein Jobcenter, Menschen Herzprobleme und Nervenzusammenbrüche bekommen. Es handelt sich um ein Behördliches Mobbing, das ich als seelische Gewalt bezeichne. All dies wurde neoliberal so gewollt, um den Niedriglohnsektor zu erhalten und Menschen in Billigjobs zu drängen, die nicht ihren Talenten und ihrer Ausbildung entsprechen. Es ist bekannt, dass die Lebenserwartung von Hartz IV Empfängern deutlich unter der der Normalbürger liegt und es wird nirgends darüber gesprochen, wie viele Suizide das System bereits bei den Armen ausgelöst hat. Statt dessen rüsten die Jobcenter mit Security-Personal auf, weil die abhängigen Menschen die Nerven verlieren und dort durch drehen und zu randalieren beginnen.

Die wachsende Zahl der Bettler in unseren Städten läst sich nicht mehr durch das gebräuchliche Argument: “Das sind alles Bettelbanden aus Rumänien” weg erklären. Es geht für die Menschen ums Überleben, um Lebensmittel und nicht nur um Drogenbeschaffung. Zu häufig sitzen dort auch Frauen, die ein Bild von ihren Kindern vor sich gestellt haben. Es werden immer mehr und es ist deutlich, dass die ehemalige deutsche Mittelschicht durch die Agenda 2010 in diesen Zustand hinein gedrängt wurde.

Lebensbedrohliche Zustände entstehen dann, wenn auch noch Sanktionen von den Jobcentern verhängt werden. Es werden Grundlagen für Nahrung, Wasser, Strom, Wohnung sowie Krankenversicherung von den Jobcentermitarbeiterinnen einfach weg gekürzt. Dies mit der Angabe, die Leute würden sonst nicht gehorchen. Sie haben einen Termin verpasst oder ein erhaltenes Geschenk  nicht gemeldet, oder einfach eine “Massnahme” nicht mitmachen wollen.
Die Bedrohung durch Sanktionen ist für die Hartz-IV Empfänger so existenziell, dass die Sanktionen eine Erpressung  und Bedrohung von Leib und Leben darstellen. Sie erhalten keine ärztliche Hilfe mehr. Sanktionierte Menschen werden obdachlos und beginnen zu hungern.
Ihr Tod wird billigend von der Regierung in Kauf genommen.


Deutschland.
 Artemisnews.de


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