Wunderkinder und Genies. Kunst und Wissenschaft, die nicht von Frauen sein darf

Der taube Beethoven schrieb 9 große Sinfonien und zahlreiche andere Musikstücke.
Der fast erblindete Monet malte die wunderschönsten Seerosen.
Der gelähmte ans Bett gefesselte Matisse schnitt schöne Collagen aus, namens Cut-Out.
Der mit einem Schlaganfall leicht gelähmte Leonardo machte noch einige weitere Zeichnungen und Skizzen. Ein Gemälde heißt auf Latein: Io Mona Lisa Conda. Ich Frau Lisa Conda.
Der 9 jährige Picasso malte „die Erstkommunion“ in perfektem Naturalismus. Er signierte mit dem Mädchennamen seiner Mutter und hat dann noch Picasso dahinter geschrieben.
Van Gogh verkaufte zu Lebzeiten kein einziges Bild. Erst nach dem Tode Vincents konnte die Gemälde aus seinem Nachlass gut vermarktet werden.
Einstein arbeitete auf dem Patentamt. Eines Tages mutierte er über Nacht zu einem Genie. Er ist der Patentinhaber der Relativitätstheorie.
Mozart war ein Wunderkind, er komponierte schon mit 5 große Musik.
Otto Dix malte „entartete Kunst“ und überlebte wohlbehalten am Bodensee die Nazizeit. Er wechselte dauernd seine Signaturen.

Der Maler Corot hatte den weiblichen Vornamen Camille. Es wurde dann noch Jean Baptiste davor geschrieben.
So erging es auch Maria Rilke. Da wurde noch Rainer davor geschrieben.

So entstehen Wunder. Alle erkennen dies an, denn alle wissen: Gute Kunst und Wissenschaft darf nicht von Frauen gekommen sein. Da glauben sie lieber an das Wunder vom tauben oder 5 jährigen Komponisten und vom blinden Maler. Männer sind eben Genies und Frauen können das gar nicht gewesen sein.

Wunderkinder haben sicherlich begabte Mütter, die keine Chance haben auf dem Kunstmarkt.

Hinter vorgehaltener Hand: Es ist der Kunstwelt schon lange bekannt, dass viele berühmte Gemälde von Frauen stammen, sie haben die Bilder ja auch untersucht.

© 2016 dieser Text wurde von einer Frau geschrieben. Die Autorin ist Frau Juliane Arnold, eine weibliche Künstlerin.

Vitruv Madonna
Vitruv Madonna. Art of a woman.

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