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Weiser Umgang mit positivem Denken

„Der Halbweise, der die verhältnismäßige Unwirklichkeit des Universums erkennt, glaubt, seine Gesetze missachten zu können – das sind eitle und eingebildete Narren, sie werden gegen die Felsen geschleudert und entzweigerissen durch die Elemente auf Grund ihrer Narrheit.“ (Das göttliche Paradoxon- Das Kybalion)

„Jede erschafft sich ihre Welt“ und „immer positiv Denken, sonst erschaffst du das Negative“ ist der Wahlspruch und Glaubenssatz vieler Esoteriker geworden. Da ist natürlich viel Wahres dran, denn wir gestalten selbst, wie wir leben, handeln und denken und wir können unsere eigenen Entscheidungen treffen. Auch wenn andere uns bevormunden wollen und Vorschriften und Gesetze erlassen. Wir bewegen uns also immer in dem offiziell gesetzten Rahmen und nur darin können wir unsere Welt erschaffen? Stellt euch vor, die Antwort ist „nein“ und es gäbe keine Grenzen, keine Verkehrsampeln und keine Gesetze, keine Besteuerung und auch keine Wissenschaft, die dir ein Weltbild vor gauckeln will? Du sagst: „Natürlich geht das nicht.“ Ahja. Also bist du doch nicht so frei deine Welt selbst zu erschaffen? „Klar, musst du dich an diese und jene Regel halten“. Naja, darüber lässt sich streiten, nicht einmal Naturgesetze sind unbrechbar. Worauf ich hinaus will: Jede, die diesen Satz: „Jede erschafft sich ihre Welt“ und „immer positiv Denken, sonst erschaffst du das Negative“, für sich erwählt hat, gibt doch auf vielen Ebenen zu Beschränkungen kommt. Jedoch sind diese Leute oft sehr dogmatisch, wenn es darum geht, ein Problem oder eine Beschränkung wahr zu nehmen. Sie schauen einfach weg. Sie werfen dir dann vor: „Wenn du das Problem siehst, dann erschaffst du es“. Leider ist das inzwischen die Einstellung von sehr vielen Menschen. Ich will gar nichts gegen positives Denken sagen, aber ein Problem zu ignorieren, schafft es nicht aus der Welt. Es ist der Sturm, der später einmal ganz unerwartet über dich hereinbricht, weil du seine Anfänge nicht sehen und nicht aufhalten wolltest. Du willst dich nicht ständig mit Negativem befassen. Das verstehe ich. Befasse dich mit Positivem und das Negative wird zurück gedrängt, aber bitte, vergiss nicht, in den Rückspiegel zu schauen. Bitte fange nicht an, Probleme zu bagatellisieren und zu ignorieren. Das geht niemals lange gut. Das Leben ist keine Einbahnstrasse, es ist ein Pendel, das hin und her schwingt. Das ist das Geheimnis, das man im Auge behalten muss. Man muss sich bewusst sein, was hinter einem liegt, wenn der Schwung die Richtung wechselt, damit man nicht überrascht ist, wenn es einen Rückschlag gibt. Frau kann nicht ignorieren, was in der Welt vor sich geht, dass es Länder gibt, wo Frau nicht einmal die einfachsten Grundrechte hat und dann glauben, das hätte keinen Einfluss auf ihr eigenes Leben in Deutschland. Es hat immer einen Einfluss, die Menschheit ist eine Einheit, die einzelnen Individuen scheinen voneinander getrennt zu sein, so dass sie nicht mehr merken, dass sie einem Gruppenbewusstsein unterliegen. Und es ist sehr schwer, sich dem Gruppenbewusstsein zu entziehen und seine eigene Weltsicht und Wahrheit zu behalten. Also beachtet, was die anderen sagen und denken, denn es wirkt sich auf euch aus. Steckt nicht den Kopf in den Sand, nach dem Motto: „Ich kümmere mich um meins, das andere ist mir egal.“ Dann muss es dich nicht wundern, wenn du plötzlich angerempelt wirst von jemandem, der deinen Platz will und dein Leben beeinflusst, ob du das nun vorher beachtet oder ignoriert hast. Wir sind nicht allein, ein einzelnes positives Denk-Bewusstsein ändert nicht deine ganze Welt. Wenn das geht, dann nur in absoluter Erleuchtung, in der Gottwerdung und die wenigsten sind in diesem Bewusstsein. Nein, ich will nicht herumunken, ich sage immer, es ist alles möglich, jedes Wunder ist möglich, nur musst du auch mit den Konsequenzen leben können. Solange du aber nicht fähig bist, ein Wunder herbei zu führen, dass dein Problem beseitigen kann, solange solltest du es nicht ignorieren, sondern vorsichtig sein und beachten.
Behaltet die Feinde eures Lebens im Auge, denn sie sind zahlreich. Ich störe mich daran, wenn man mir über den Mund fährt, wenn ich Missstände anspreche, die alle angehen. Ignorieren hilft nicht, wegdenken auch nicht. Die Welt schaut weg. Das war leider schon immer so und nur dadurch geschehen die fürchterlichsten Dinge und die anderen fühlen sich nicht verantwortlich dafür. Aber wer wegsieht, der unterlässt Hilfeleistung. Es ist Zeit die Wahren Probleme der Welt endlich zu beachten und nicht die Frisur von Paris Hilton. Es ist Zeit darauf aufmerksam zu machen, nicht fanatisch, aber auch nicht ignorant. Es fällt euch sicher sofort genug ein. Hinter unserem Rücken wird fleißig gearbeitet, während wir noch über Paris Hilton diskutieren, erschaffen andere neue Foltergefängnisse (Guantanamo) und schaffen Grundrechte ab. Sie versuchen das Internet zu zensieren und inszenieren vorgetäuschte Gefahren, die davon ablenken sollen. Die Opfer von unsäglicher Gewalt werden öffentlich verlacht, unglaubwürdig gemacht und kaltgestellt. Ja, das lässt sich besonders auf die Situation von Frauen, überall, auch bei uns(!),  anwenden. Dies sind nur ein paar Beispiele. Dies alles würde einen neuen Artikel erfordern, also haltet die Augen und Ohren offen, behaltet den Überblick, schaut hin, stört euch daran. Seht das große Ganze und seine Zusammenhänge, erweitert den Blickwinkel auf das Wesentliche und die wahren Ursachen.


© 2015 Juliane Arnold
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