Trump Wahl: Frauen flehen um Gnade

Die Wahl von Donald Trump zum zukünftigen US-Präsidenten hat Frauen auf den Ganzen Welt in Tränen, Angst und Schrecken, ja sogar in Panik versetzt. Ich musste es mit Erstaunen feststellen, welche Ängste dieser Mann bei den Frauen auslöst. Popstar Miley Cyrus fleht unter Tränen diesen Mann öffentlich um Gnade an: „Bitte seien Sie nett zu den Menschen“ (https://www.youtube.com/watch?v=p_1umCJHorE)

Eine andere Frau, Summer Zervos, die ihn der sexuellen Belästigung anschuldigt hat öffentliche Panikattacken, die sie beinahe nicht unterdrücken kann, während ihre Anwältin Gloria Allred sie vor der Presse verteidigt. (https://www.youtube.com/watch?v=yGWWeA6y-7s) Sie fürchtet um ihr Leben und davor, dass der zukünftige US-Präsident seine große Macht gegen sie einsetzen und missbrauchen wird. Donald Trump wird die Immunität eines Politikers genießen, in der er so gut wie gar nicht mehr verklagt werden kann. Diese Frau wird im Gegensatz dazu von ihm bedroht, wegen ihrer Behauptungen selbst ein Gerichtsverfahren zu erhalten. Außerdem wird er einer der mächtigsten Männer der Welt sein und unter dem Schutz der amerikanischen Staatsmacht kann er so gut wie alles tun und lassen was er will.

Er prahlt im Umkleideraum mit seinen sexuellen Angriffen gegen Frauen wie Summer Zervos. Das Machtungleichgewicht könnte kaum größer werden, die Deutungshoheit liegt in diesem Fall beim Täter, der Präsident sein wird. Seine Wähler störten sich nicht an der Gewalt gegen Frauen, die offen und unvertuscht von Donald Trump ausgeht.

„Wütende weiße Männer“ sind seine Wähler. Sie sehen ihre Macht schwinden und ihren Rang 1 in der Hierarchie unter den Menschen gefährdet. Dieser Rang beruht auf der Anwendung von roher Gewalt. Donald Trump gibt ihnen das Recht auf Waffenbesitz. Er toleriert sexuelle Gewalt und prahlt damit, sie selbst anzuwenden. Ungewollt schwangere Frauen sind dann erstmal körperlich geschwächt, müssen das Kind später ernähren, was sie wirtschaftlich schwächt und sie müssen es aufziehen und hüten, so dass sie wirtschaftlich keine Konkurrenz mehr für die Männer sind, die gleichzeitig Kinderbetreuung bekämpfen, mit der Absicht „Frauen an den Herd“ also in die Armut und Arbeitslosigkeit einer allein erziehenden Mutter zu bringen. Denn es ist so, dass der „wütende weiße Mann“ zu hause seine Frau schlägt und misshandelt und auch vergewaltigt, bis sie keine andere Wahl mehr hat, als sich von ihm zu trennen. Oder er verlässt sie kurz nach ihrer Schwängerung, egal ob freiwillig oder nicht und geht lieber mit einer anderen jüngeren oder „schöneren“ Frau weg und genießt sein Dasein ohne nerviges Babygeschrei. Dies lässt sich zumindest bei den deutschen Männern beobachten und wird von allein erziehenden Müttern (30 % der Mütter) bestätigt.
In Amerika wird es kaum anders sein. Der „wütende weiße Mann“ will die Macht für sich alleine. Er will sie nur für seine eigene Ethnie und nur für sein eigenes Geschlecht. Er will, dass alle anderen unter ihm stehen oder er wendet Gewalt an. Nur durch brutale Gewaltanwendung ist er zu seiner Macht gekommen und nur so erhält er sie aufrecht. Seine narzisstische Kränkung, dass ein schwarzer US-Präsident ihn acht Jahre lang regiert hat wurde in der vielen Gewalt gegen AfroamerikanerInnen durch weiße Polizisten immer wieder sichtbar. Seine Gewalt gegen die Frauen ist dermaßen alltäglich, dass sie als normal gilt. Dabei kommt es mir als Deutscher Frau so vor, als wäre es in Amerika etwas weniger toleriert Frauen „an die Pussy“ zu grapschen als bei uns. Bei uns wurde erst vor einem halben Jahr noch diskutiert, ob das überhaupt ein Verbrechen sei und nur weil andere Ethnien die „deutsche Frau“ also die „Blondine“ begrapschten wurde doch ein Gesetz dagegen erlassen. Im Sinne des weißen Mannes, der die „Blondine“ (Für den deutschen Mann das Wort und der Inbegriff für „deutsche Frau“, die andere ist minderwertig in ihren Augen und ihre Begrapschung egal) vor dem „bösen“ dunkelhaarigen Muslim aus dem Ausland zu schützen. Das, damit die „deutsche Frau“ weiterhin alleine dem deutschen Mann gehört und nicht, um das Grapschen an sich zu verbieten. Der deutsche Vergewaltiger hat vor dem Gesetz nie etwas zu befürchten. Dies wurde dokumentiert. Ich schweife vom Thema ab.
Die Wahl Donald Trumps in den USA ist der größte Rückschlag den der weltweite Feminismus in den letzten Jahren erleiden musste. Der „wütende weiße Mann“ wählt: Gewalt gegen Frauen und andere Ethnien und andere Religionen. Er wählt: „Rücksichtslose Zerstörung der Umwelt.“ Er hat gewählt: „Gewalt gegen Diskriminierte.“ Er wählt: „Unterdrückung anderer.“ Das sind seine Aussagen. Er hat eine Mehrheit erreicht durch viele andere „wütende weiße Männer“ und ihre Frauen. Die Wut des weißen Mannes ist nicht neu. Sie kommt nicht von seiner Unterdrückung durch schwarze oder durch Frauen. Die gibt es nicht. Er fürchtet um seine Vormachtstellung und will seine Entmachtung durch den Aufstieg diskriminierter Gruppen, wie schwarzer Menschen und Frauen bekämpfen. Der „wütende weiße Mann“ wendet das Machtinstrument Wahl an, um seine Vorherrschaft zu erhalten und die  Ungerechtigkeit, die bereits herrscht, zu erhalten.
Eine weibliche US. Präsidentin wäre ein Zeichen für alle Frauen in der Welt gewesen, ähnlich wie die Einführung des Frauenwahlrechts vor beinahe hundert Jahren, dass sich das Blatt wendet und ein erster wichtiger Schritt getan wäre, dass Frauen gleichberechtigt an der Macht in der Welt teilhaben könnten. Dies wurde verhindert. Die Mächtigen haben es wahr genommen bevor ihre Macht schwindet. Es sind Gewalt anwendende, „wütende weiße Männer“.

Es gibt jetzt noch etwas zu sagen: „Wütende weiße Männer“ sind gewalttätige Männer. Sie wenden Gewalt gegen Frauen, Kinder und andere Ethnien und Rassen, sowie die Umwelt an. Ich meine in diesem Text nicht die freundlichen, toleranten, fürsorglichen und respektvollen netten weißen Männer, die ich ebenso kenne und die es auch gibt. In Amerika waren es 10 % der weißen Männer, die nicht auf der Linie von Donald Trump sind. Das ist der Stand der Dinge. Allein diese Männer (egal ob schwarz oder weiß), sind für Frauen interessant und es wird höchste Zeit, dass die Frauen den Männern zeigen, was erwünschtes Verhalten ist, indem sie ihre Liebe nur diesen Männern zuwenden und diese in den Genuss der weiblichen Unterstützung kommen. Es liegt in den Händen der Frauen, wen sei heiraten, unterstützen und von wem sie die Kinder bekommen.


© 14. November 2016 Autorin Frau Juliane Arnold. Stuttgart, Deutschland.
 Artemisnews.de

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