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Punkszene im Schlossgarten Stuttgart

Die ansteigende Armut in Stuttgart wird immer sichtbarer. Die Gruppen von Punks und Gothics und auch die Bettler und Obdachlosen haben sich in diesem Jahr vervielfacht. Die Stadt platzte aus allen Nähten, während am 17.09.2016 eine Großdemo gegen CETA und TTIP den Verkehr außer Kraft setzte versammelten sich die Punks im Schlossgarten hinter der Bahnhofsbaustelle. Es ist zu vermuten, dass es bei den Gruppen von Punks viel Drogen- und Alkoholkonsum gibt und die Stimmung schnell in Aggressivität umschlagen kann. Auch Beschaffungskriminalität ist zu erwarten.

Fotos: Juliane Arnold. 17 September 2016 Stuttgart Innenstadt

Punks sind gefrustet von ihrer Gesellschaft. Sie haben oft ein kaputtes Elternhaus und viel Missbrauch erlebt. Das erzeugt innerlich brodelnde Wut. Frisuren und Kleidung sind ein Zeichen des Protests gegen die feine Gesellschaft, von der sie schon lange abgehängt oder ausgebeutet wurden, in der sie nie wirklich eine Chance hatten zu Geld zu kommen, oder von der die Mädchen und Frauen vor allem sexuelle Missbräuche kennen. Wer sich dieser Gruppe anschließt hat leider auch ein destruktives Gesellschaftsbild nach dem Motto: “Macht kaputt, was euch kaputt macht.” Dies kann auf Grafitti gelesen werden. Es muss also gesagt werden, dass Punks sicher nicht immer friedlich bleiben werden. Sie sind in Gefahr ihre Frustrationen über die Ungerechtigkeiten in ihrem Leben mit Gewalttätigkeiten auszuleben. Aus dieser Gruppe speist sich dann der gewalttätige schwarze Block, der Demonstrationen friedlicher Bürger zum eskalieren bringen kann. Die Probleme dieser Menschen werden vom Rest der Gesellschaft ignoriert, ins Abseits und in Arbeitslosigkeit gedrängt werden sie mit erniedrigenden Hartz IV Gesetzten gequält. Die sich dem nicht aussetzten wollen und die psychische Kraft für erneutes Mobbing und Demütigungen durch die Ämter nicht aufbringen landen schnell auf der Strasse oder im Gefängnis. Staßenkinder laufen aus zerrütteten Elternhäusern davon, in denen sie nur Gewalt und Armut erfahren haben. Sie kommen mit dem Leben absolut nicht zurecht. Auch von dieser Gruppe sehen wir in Stuttgart immer mehr.


“Bitte versteht mein Verhalten als Zeichen der Ablehnung, mit der ich euch gegenüber stehe.” (Die Ärzte, Punkband)


© 18. September 2016 Autorin Frau Juliane Arnold. Stuttgart, Deutschland.
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english: juliane-arnold.com

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