Psychiatrisierung für Vergewaltigungsopfer, allein lebende Frauen, Arbeitslose oder für KünstlerInnen?

Künstler,  Künstlerinnen und Intellektuelle sind die ersten, die bei Errichtung einer Diktatur ins Gefängnis kommen. Das hat die Geschichte erwiesen. Es wundert also nicht, dass das Künstler-In-Sein in den neunen Diagnoserichtlinien für psychische Krankheiten als das Krankheitsbild: „Schizotypische Persönlichkeitsstörung“ auf genommen wurde. Das soll nicht heißen, dass wir in einer Diktatur leben, aber es ist ein Machtinstrument, um Personen aus dem Verkehr zu ziehen, die etwas unliebsames erzählen.

Sorry, langwierige private und peinliche Krankheitsgeschichte.

Mein Problem waren Kopfschmerzen, die niemals aufhörten. Ich hatte Kopfschmerzen, seit ich 23 war regelmäßig und es wurde eine Migräne diagnostiziert. Als ich begann am Computer zu arbeiten, wurde das Ganze schlimmer und ich suchte einen Arzt auf, der mir Triptane verschrieb, die soll ich sofort beim ersten Anzeichen einer Migräne einnehmen. Zu dem Zeitpunkt, als ich Agent K kennen lernte häuften sich meine Migräneattacken sehr, auch wenn ich den Grund dafür nicht kannte. Es wurde immer schlimmer. Ich wachte morgens auf mit Flashbacks und „Erinnerungen“, die ich für Alpträume hielt oder halten sollte, in denen ich von mehreren Männern und von Agent K vergewaltigt wurde. Die Kopfschmerzen waren enorm. Das Dissoziieren (Amnesie kriegen) hatte ich seit meiner Kindheit gelernt und das weiter machen, als wäre nie was gewesen auch. Immerhin kenne ich das Gefühl von Gewalt und Schlägen auf meinem Körper schon lange, der macht immer solche Sachen, wie zusammen zucken und zurückschrecken und Bauchkrämpfe bekommen, nach solchen „Alpträumen“.

Wie gesagt, war nachdem das mit „dem Mann mit der Pistolewar, die Migräne wesentlich verschlimmert und ich lag monatelang nur noch auf dem Bett oder dem Sofa rum und hatte schlimme Alpträume und unglaublich starke Kopfschmerzen. Ich hatte nicht mehr die Fähigkeit mir selbst zu helfen. Außerdem hatte ich noch längere Zeit kein Gefühl mehr im rechten Unterschenkel, das ging erst in den letzten Jahren weg, während meiner Ergotherapie. Ich verlor meinen Job als freie Mitarbeiterin in einer Marketingfirma zum selben Zeitpunkt, wie diese Verfolgung („der Mann mit der Pistole„) statt fand. Das war natürlich reiner Zufall.  Ich musste also ALG 2 beantragen, weil ich zuvor selbständig gewesen war und die Fähigkeit, mir einen neuen Job zu suchen, war mir abhanden gekommen, weil ich halb bewusstlos herum lungerte, also ich war „zu faul, um zu arbeiten“, wie es uns von der Springer-Presse erklärt wird, heißt.

Inzwischen habe ich irgend wo im Internet gefunden, dass eine chronische Migräne auch von einem verschleppten Schädel-Hirntrauma kommen könnte…..

Die Jobcentermitarbeiterin erklärte mir, dass ich mich nur nicht richtig präsentieren könnte und ich bekomme jetzt einen Kurs für meine Bewerbungsunterlagen. Ich hatte damals noch eine eigene Website für Bewerbungen, die inzwischen veraltet ist …. Auf jeden Fall sollte ich in die „Maßnahme“. Ich wusste nicht, wie ich das aushalten sollte, da auch meine Psyche verletzt war und nicht nur mein Kopf und so ließ ich mich wegen Depressionen krank schreiben.
Die Psychiaterin erklärte mir zu Beginn, dass ich keine Psyho-Therapie bekomme, weil das sowieso nur ein chemisches Problem sei und so sah ich mich gezwungen Antidepressiva ein zu nehmen. Diese machen benommen und ich lief wie durch eine Nebelwand. Sie machen gleichgültig gegenüber allem und dämmerig. Sie machen außerdem dick und die Leber muss alle halbe Jahr untersucht werden, ob schon Schäden entstanden sind. Ohne die Tabletten, kein Attest also Maßnahme. So ging das eine Weile. ich machte manchmal noch eine Website für eine Kundin hier und da und hatte einen Nebenverdienst, aus dem ich eine neue unabhängige Selbständigkeit machen wollte. Die Jobcenter-Mitarbeiterin sagte dazu: „Nein, das erlaube ich nicht, sie müssen eine Festanstellung nehmen.“ Das Problem mit der Migräne ist, dass ich flexible Arbeitszeiten brauche und die habe ich, wenn ich selbständig bin, dann kann ich um die Migräneanfälle drum herum meine Arbeit machen. So wie jetzt z.B. diesen Text schreiben. Die Migräne war gestern und vorgestern, diese Tage verbrachte ich im Bett.

Irgend wann konnte ich am Bildschirm nicht mehr sitzen. Nach 2 Stunden bekam ich sofort die Migräne, also jeden Tag, denn ich versuchte zu arbeiten. Ich ging zum Doc und der attestierte mir „Schmerzmittelübergebrauch“, da ich mich an seine Anweisung gehalten hatte, beim kleinsten Anzeichen von Kopfweh sofort eine Tablette zu nehmen.
Ich landete in der Schmerzklinik Kiel, wo sie mir erklärten, Migräne wäre genetisch bedingt, läge an besonders leistungsstarken Gehirnen, die dann „überdrehen“ (also ich habe meinen Prozessor übertaktet?) unheilbar und unverschuldet, aber der Umgang mit Schmerzmitteln will gelernt sein. Ich lernte also, nicht mehr so viele Schmerzmittel mehr zu nehmen. Dadurch wurden die Schmerzen leichter, aber sie waren immer noch chronisch

Jetzt zum Thema Psychiatrie.
Mir wurde in Kiel ein „Verdacht auf Posttraumatisches Stressyndrom“ attestiert, weil ich von meinem Trauma erzählte. Sowas kann eine chronische Schmerzerkrankung verstärken. Die dortige Psychologin befand, dass ich in eine Traumaklinik sollte. Aber bitte in Bielefeld, alles andere hielt sie für nicht so günstig für mich. Leider nimmt Bielefeld nur Leute aus dem näheren Umkreis auf.
Ich ging also mit weiterhin chronischen Schmerzen zu meinem alten Arzt. Ich brauche nochmal ein Attest für das Jobcenter, wegen der immer noch anhaltenden Schmerzen. Der keift mich an: „Was soll denn das: Posttraumatisches Stressyndrom. das ist ja eine Unverschämtheit! Gehen Sie gefälligst arbeiten. Sie haben gar keine Kopfschmerzen mehr, Sie waren ja in der Klinik. Sie müssen lernen, wieder morgens auf zu stehen und zu arbeiten. Sie können nicht ewig so weiter machen. Mit sowas kriegen Sie bei mir kein Attest.“ Ich habe jetzt einen anderen Neurologen.
Ich sagte dem Jobcenter: „Schreiben sie mich als gesund und arbeitslos rein.“ Das hören die nicht gerne, denn das Ziel ist: Ich muss aus der Statistik. Kranke gelten nicht als arbeitslos. Also schickt sie mich zur Amtsärztin. Diese befiehlt, nach dem Klinikgutachten aus Kiel, dass ich in die Psycho-Klinik muss, ansonsten werde ich nicht krank geschrieben.
Also gehe ich in die Tagesklinik Bürgerhospital die „Traumatherapie“ auf ihre Website geschrieben hat. Inzwischen waren einige Erinnerungen an das Ereignis mit den „Männern“ in mir zurück gekehrt und ich erzählte dem Psychologen, dass ich vergewaltigt wurde und ein Nahtoderlebnis dabei hatte. Er fragte mich nach Spuren und ich sagte, „es blieb ein Stück Plastik in meinem Uterus zurück.“ Ich wusste damals nicht, dass so etwas als eingebildetes Implantat bezeichnet und daher als Schizophreniesymptom, gewertet wird, denn ich dachte ein Psychologe könne ein reales Stück Plastik als solches erkennen, immerhin ist es noch in meinem Besitz.
Der Psychologe erklärte mir, dass sie dort einen EMDR Therapeuten für Trauma hätten aber das Ganze wäre nicht ganz geeignet für sehr schwere Traumata. Trotzdem nahm ich den Platz an, denn ich musste dorthin nicht stationär gehen.
6-8 Wochen später bekam ich also diesen Therapieplatz in der Psyschosomatischen Klinik. Ein EMDR-Therapeut war weit und breit nicht zu sehen. Ich wurde dort von jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter nach den intimsten Details meines Privatlebens ausgequetscht. Was ich in der Zeit außerhalb der Klinik gemacht habe, musste ich genau berichten. Ich sagte, ich hatte schon den ganzen Tag Kopfweh, so dass ich abends und am Wochenende die Zeit mit Auskurieren im Bett verbrachte, denn einen ganzen Tag in der Klinik zu sein war sehr anstrengend für mich. Ich wurde also misstrauisch beäugt, denn ich schien sozial unfähig zu sein. Sie nennen es „sozialer Rückzug“ und es war später in meinem Gutachten als Symptom eingetragen, das auf Schizophrenie hinweisen soll.
Ich war also nicht am Sonntag in der Kirche und ich habe mich nicht am Abend mit Freunden getroffen? Nein, aber am Montag war ich am Abend im Orchester Geige spielen, und am Vormittag Orphsche Instruente bearbeiten in der Therapie. Das heißt, ich war mit einem Mann alleine in einem Kellerraum und soll auf einer Trommel rumschlagen. Man attestierte mir am Ende mangelndes Interesse und „mich Einlassenwollen“ auf die Musiktherapie. (Oder so ähnlich)

Ich wurde von meiner persönlichen Krankenschwester befragt, was ich privat so alles mache und was meine Religion und mein Musikgeschmack sei, mit wem ich mich treffe und immer wieder vermutete sie, dass ein kleiner goldener Anhänger an meiner Kette, ein Zeichen meiner Religion sei? Ich sagte, ich sei nicht religiös und aus der Kirche aus getreten.
Eines der größeren Probleme in meinem Leben ist, das wurde mir klar, dass ich als Frau alleine lebe. So ein verdächtig, von Männern nicht überwachtes Leben, wird mit höchstem Misstrauen bedacht. So erzählten es auch die anderen Singlefrauen, die dort in Behandlung waren. Es scheint ein Zeichen von psychischer Krankheit zu sein, nicht mit einem Mann zusammen zu leben.

Eine andere Krankenschwester brachte uns bei, die Farbe blau wieder wahr zu nehmen und das Gefühl von Watte und den Geruch von soundso. Ich kenne die Therapiemethode, ich habe sie auch bei meinen geistig behinderten SchülerInnen, in meiner Zeit als Sonderschullehrerin, angewendet. Für mich persönlich war es nicht so leicht, nicht auf zuspringen aus dem Raum zu laufen. Das merken die sicher auch.
Eine Mototherapeutin ließ mich mit Kinderspielsachen mein Leben gestalten. Ich legte also den ganzen Kram hin und erklärte ihr die Symbolik dahinter. Für die Männer in meinem Leben legte ich kleine Frösche hin. (Die hatten sich nach dem Küssen nicht als Prinzen heraus gestellt). Auf jeden Fall war sie entsetzt über die Anzahl der Frösche. Mein Trauma und meine Kindheit in Ketten liegend, waren kein Thema für sie.

Motospielsachen

Ich bin es gewöhnt beruflich etwas zu gestalten und das zu präsentieren, ohne größere Gefühlsausbrüche oder kullernden Tränen. Später schrieb sie in das Gutachten, ich wäre „affektlos“ gewesen, weil ich bei der Präsentation keine Gefühle gezeigt hätte. Heute weiß ich, dass das Wort „affektlos“ nur dringend irgend wo in das Gutachten musste, weil es eine gewissen Anzahl von speziellen „Stichwörtern“ braucht, die zusammen kommen müssen, um mir meine Schizodiagnose anzudichten.

Meine persönliche Psychologin hörte sich meine Lebensgeschichte an. Sie stellte fest, dass ich keine Freunde habe. Ich hatte ihr nur 8-10 Namen genannt. Außerdem hatte sie wegen meinem alleine leben ohne Mann auch eine runzelige Stirn des Missbilligens bekommen.

Ich vertraute ihr zu Beginn und erzählte ihr, dass ich mich mit anderen KünstlerInnen am besten verstehe. „Ja warum?“ Ich meinte ganz naiv: „Ich konnte fest stellen, dass es so eine Art Künstlerpersönlichkeit gibt, die viel besser zu mir passt als andere Menschen.“ „Künstlerpersönlichkeit“ ließ sie aufhorchen.  Es ist ein Krankheitsbild, das erfuhr aber erst ich in der vorläufigen Diagnose, die ich zu Anfang mit nach hause bekam:
Künstlerin sein heißt „schizotypische Persönlichkeitsstörung“. Ein Beruf ist also eine Krankheit.
Wikipedia und das Internet erklärten mir, dass das exzentrische Menschen seien, die sich zurück ziehen, ein Verhalten zeigen, dass alle anderen aggresiv macht und sich schrecklich anziehen und ungewaschen sind. KünstlerInnen, die sich gegen die gesellschaftlichen Normen richten würden, haben im allgemeinen diese Krankheit. Das Künstlerinsein ist also eine psychiatrische Diagnose.
Meine Psychologin Frau B. sagte mir auch, dass ich in der Schule als Kind gemobbt worden sei, wäre richtig gewesen. Die anderen Kinder hatten schon ihre Gründe. Und es sei gerechtfertigt, dass die Lehrerin nicht dazwischen ging, als sich alle Kinder schimpfend auf mich gestürzt haben, weil ich nicht die volle Leistung beim Sportunterricht gezeigt habe.
(Das war, weil ich eine leichte Lähmung im linken Fuß habe und als Kind noch sehr zu kämpfen hatte, einen normalen Gang zu zeigen, heute merkt das niemand mehr)

…. Also gerecht gemobbt. Ich weiß Bescheid.
Sie sehen, ich zeige einige Anzeichen von nicht angepasstem und unkonservativem Verhalten. Dass das konservative verheiratet sein, in die Kirche gehen, 2 Kinder haben und CDU wählen von mir erwartet würde, habe ich persönlich nur böswillig an dieser versuchten „Erziehung“ in der Klinik, heraus gelesen.
Erziehung ist sowieso, die Lösung für meine Probleme, meinte Frau B. . Mit einer Einrichtung, die mich zwingt, wieder morgens auf zu stehen, gehen meine Kopfschmerzen auch weg.
„Morgens nicht aufstehen wollen“, sagt die Springerpresse ist der einzige Grund für Arbeitslosigkeit.

Das war folglich das Problem, dass die Psychologin dann an mir therapieren wollte. Ich ging jeden Tag mit Kopfschmerzen da hin, nachdem ich früh aufgestanden war und hatte die Kopfschmerzen den ganzen Tag, denn die ständigen misstrauischen Fragen nach meinem Privatleben lösten bei mir enormen Psychostress aus.
Nachdem ich der Psychologin das mit dem Stück Plastik gestand, fing sie sofort an, ein psyhologisches Gutachten über meine Persönlichkeit zu machen.
Mir wurden die Tage darauf nur noch ununterbrochen Fragen gestellt, die ich selbst als Schizophrenie-Fragebogen erkannt habe.

Ich musste meinen Humor einstellen. „Bekommen Sie manchmal geheime Botschaften über das Fernsehen?“ Ich sagte : „Nein über das Internet“ und dachte an Email. Sie schrieb rein: „JA“, das sei ja fast das Gleiche und ich erklärte ihr dann, „Das war nur als Witz gemeint“ Ich weiß nicht, ob das noch so da drin steht in meiner Akte, dass ich „geheime nur an mich gerichtete Botschaften über das Internet bekommen hätte“ Es könnte für eine Wahnvorstellung gehalten werden.
Ich kam mir also vor wie bei der Inquisition und wartete immer noch auf therapeutische Hilfe, wegen meines Traumas.

„Können Sie Zusammenhänge zwischen Dingen erkennen, die andere nicht sehen?“ Ich sagte „Nein“, denn in diesem Fall/Fragebogen wäre es ein Zeichen für Wahnvorstellungen gewesen, obwohl dies ansonsten als Zeichen von Intelligenz gewertet wird.

Es war mir voll bewusst, was sie da macht, aber das Jobcenter hatte mich zu dieser Klinik verdonnert und ich blieb.

Erst als sie mir sagten, dass ich meine Kopfschmerzen wohl so haben wolle, weil ich nicht mehr die Schmerzmittel nehme, brach ich in Tränen aus. Immerhin hatte ich gerade einen Schmerzmittelentzug hinter mir. Frau B. schrie mich darauf hin an. Es sei nur eine Frage der Disziplin und des Verhaltens und solche Kopfschmerzen können einem Ab -erzogen werden, wenn ich nur wieder „morgens aufstehen“ lernte.
Ich beantragte einen Therapeutinnenwechsel, im Hinterkopf hatte ich immer noch das Versprechen einer EMDR-Traumatherapie. Es gäbe keine anderen Therapeuten. Also brach ich die Therapie ab, mit der Begründung, ich will von meiner Therapeutin nicht angeschrien werden.

Ich blieb noch ein paar Tage wegen der Kunsttherapie…. und ging dann mit der vorläufigen Diagnose auf einem Zettel: „Schizotypische Persönlichkeitsstörung“ nach hause.

Frau B. legte mir eine Schweigepflichtentbindgung zur Unterschrift vor, damit sie ihr Gutachten irgend jemandem zuschicken kann. Ich nannte ihr die Psychiaterin, die mir die Depressionen attestiert hatte. Das war Fachfrau genug für sie. Als ich aber das vorläufige Ergebnis sah, war mir klar, dass das Wort „Schizo“ verwendet werden würde und das bedeutet, dass ich entmündigt und zwangbehandelt und zwangseingewiesen werden kann.
Ich widerrief die Schweigepflichtentbindung schriftlich und wollte das Gutachten zu mir nach hause geschickt bekommen. Darin stehen die verschiedenen Stichworte, die so eine Schizodiagnose braucht zwischen den Zeilen, wie „affektlos“ und „Implantat“ und „sozialer Rückzug“ „keine Freunde“ „Wahnvorstellung“ usw.

Meine Vergewaltigung sei eine Wahnvorstellung. Ich hatte also eine Schizophreniforme Störung diagnostiziert bekommen, weil Frau B. meint, dass meine Erzählung der Vergewaltigung ihr nicht genau genug war und ich die Polizei nicht gerufen hatte. Ich hatte damals noch eine starke Amnesie diesbezüglich, darum ist das für sie unglaubwürdig. Von einer dissoziativer Störung, also einem Vergessen eines Ereignisses durch Traumatisierung, hat sie wohl noch nie gehört.

Künstlerische Persönlichkeitsstörung äh, „schizotypisch“ war nicht mehr dabei. Sie nahm ein anderes Schizowort.
„Schizophreniforme Störung“, so erklärte mir Wikipedia: Ist eine Schizophrenie, die nur einen Tag dauert.

Ich hätte außerdem behauptet, ich hätte ein Implantat, das war übrigens das Stück Plastik (Foto in anderem Artikel). So ein Wort; „Implantat“ würde ich niemals in den Mund nehmen.

Des Weiteren zeigte ich alle Symptome eines Posttraumatischen Stressyndroms und eine chronische Migräne.
Die Frage stellt sich mir immer noch, mit welcher Logik ein Posttraumatischer Stress von einer „nur eingebildeten“ Vergewaltigung herrühren soll?
Wegen der Migräne empfiehlt sie eine stationäre Einweisung in die Psychiatrie, damit mir dort bei gebracht werde, mir das ab zu gewöhnen und „morgens wieder auf zu stehen“.

 

Das Gutachten landete in meinem privaten Schredder.
Es hat mich zutiefst verletzt und in Angst versetzt, dass ich psychiatrisiert werde. Ich konnte es also im Jobcenter der Amtsärztin nicht vorlegen, diese hätte mich sonst einweisen lassen und es war alles umsonst.

Die Amtsärztin forderte mich also nach einer gewissen Zeit wieder auf, meinen guten Willen zu zeigen und eine Diagnose vor zu legen und endlich in die Klinik zu gehen, sonst würde ich nicht mehr krank geschrieben.

Ich ließ mir eine nicht mehr vorläufige Diagnose „Posttraumatioschen Stress“ in Esslingen geben, ich erzählte vom Kindesmissbrauch, an den ich mich inzwischen erinnerte.
Die Vergewaltigung als Erwachsene hielt der Psychologe sehr spontan und unhinterfragt für unglaubwürdig.
Ich sprach mit der Amtsärztin. „Am liebsten hätte ich sie stationär, es ist mir gar nicht recht, wenn Sie eine Tagesklinik gehen“. Sagte sie.

Ich wollte dann dort auch nicht in die Therapie gehen, wo ich nur für meine Kindheit ernst genommen werde und mein Trauma als Erwachsene nicht behandelt wird. Es würde mir sehr schwer fallen, diese ganzen Fragen ehrlich zu beantworten und die neuesten Vergewaltigungen zu verschweigen.

Ich berief mich schriftlich auf meine verfassungsmäßigen Rechte auf freie Arzt und Therapiewahl. Den Klinikplatz habe ich abgesagt.
Meine Versuche wegen meiner Vergewaltigungen von Psychologen ernst genommen zu werden, habe ich vorläufig aufgegeben. Ich habe jetzt ein extra neues Trauma mit seelischen Verletzungen von meinen Therapieversuchen.

 

Genug private Geständnisse für heute

© 2016 Juliane Arnold

 

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