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Gewaltmechanismen im Patriarchat

Das Patriarchat ist eine Gewaltherrschaft und kann nur durch die andauernde Ausübung von Gewalt und Unterdrückung am Leben gehalten werden.

Vorneweg: Sehr viele Männer in unserer Zeit gehen sehr respektvoll, liebevoll und fair mit Frauen um und begegnen ihnen auf Augenhöhe. Toll, weiter so. Das sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Es sollte keine Gruppen auf der Welt geben, die anhand bestimmter Merkmale nicht so behandelt werden. So die Theorie. Read More “Gewaltmechanismen im Patriarchat”

Gewaltmechanismen im Patriarchat

Das Patriarchat ist eine Gewaltherrschaft und kann nur durch die andauernde Ausübung von Gewalt und Unterdrückung am Leben gehalten werden.

Vorneweg: Sehr viele Männer in unserer Zeit gehen sehr respektvoll, liebevoll und fair mit Frauen um und begegnen ihnen auf Augenhöhe. Toll, weiter so. Das sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Es sollte keine Gruppen auf der Welt geben, die anhand bestimmter Merkmale nicht so behandelt werden. So die Theorie. Read More “Gewaltmechanismen im Patriarchat”

Baumfällungen und der Baum des Lebens

Wir schreiben das Jahr 350 (n.u.Z) ganz Deutschland ist von den Römern besetzt. Ganz Deutschland? Ein paar wenige wehren sich. Sie sollten es bitter bereuen, denn anders als im Gallischen Dorf haben sie das Rezept für den Zaubertrank vergessen und dies ist kein schönes Asterix – Märchen. Und so geht der Erlass über Deutschland, dass jede Frau und jeder Mann gezwungen sei, sich der aktuellen römischen Religion anzuschließen.

 

„8. Sterben soll, wer Heide bleiben will und unter den Sachsen sich verbirgt, um nicht getauft zu werden oder es verschmäht, zur Taufe zu gehen.

  1. Wer Gelübde nach heidnischem Brauch an Quellen, Bäumen oder Hainen darbringt oder nach heidnischem Brauch opfert und ein Gemeinschaftsmahl zu Ehren der Götzen veranstaltet, zahlt als Edeling 60, als Friling 30, als Late 15 sol. Und wenn er das Geld nicht hat, soll er es im Dienste der Kirche abarbeiten.“ (Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Christianisierung)

 

Bäume im Schlossgarten
Bäume im Schlossgarten

Die Christliche Religion wurde den Menschen mit brutalster Gewalt aufgezwungen. Es ist heuchlerisch, dies zu verleugnen oder zu vergessen und zu behaupten, sie wäre für die freien Seelen so überzeugend gewesen. Was folgte ist bekannt, brennende Heilerinnen, gefolterte Priesterinnen zerstörte Tempel.
Die Wurzeln dieser Kultur liegen im Glauben der alten Germanen, in Freya und Wodin. (Leider berufen sich  Nationalsozialisten missbräuchlich auch oft auf diese Wurzeln, daher ist es nun notwendig, dass ich mich hiermit ausdrücklich von ihnen distanziere.)
Die alten Göttinnen und Götter, die die Menschen so lange beschützt und gelehrt hatten waren nun nicht mehr gefragt.

Man fing in Deutschland an, den Baum des Lebens zu fällen.

Jeder heilige Hain und jeder Baum repräsentiert diesen Baum.

Die großen mächtigen Bäume wurden in jeder alten Kultur verehrt, da man sich dieses Wissen erhalten hat.

Nein, der Blitz ist nicht eingeschlagen, in den Missionar mit der Axt in der Hand. So wenig, wie er in Stuttgart einschlägt, wenn uralte Parkbäume für den Profit gefällt werden oder wenn in Südamerika der Regenwald zerstört wird. Der Blitz ist langsam,  die Sahara ist das aktuelle Beispiel für die Folgen eines solchen Handelns.
Auch die Wurzeln der germanischen Kultur hängen eng mit einem Baumkult zusammen. Eibenwälder waren den einfallenden Römern unheimlich. Sie waren vergiftet vom Verzehr der Beeren und von den aufsteigenden Dämpfen. Lange war Deutschland so vor den Römern geschützt, bis diese begannen die Wälder abzuholzen.
Eine alte Legende besagt, dass Wodin eine Erleuchtung hatte, als er Kopfüber an einem Baum hing. Er überbrachte uns daraufhin das Wissen um die Runen und den Lebensbaum. Dies ist übrigens eine Lehre, die analog ist, zu dem heiligen Wissen der jüdischen  Kabbalah und dem Baum des Lebens aus dem alten Testament.

Der runische Lebensbaum sieht fast genauso aus, wie die Sephira des kabbalistischen Lebensbaumes.

 

Vergleich Kabbalah und die neun Welten
Vergleich Kabbalah und die neun Welten

Warum erzähle ich euch das alles? Ich lese in der Zeitung immer wieder etwas von den christlichen Wurzeln unserer Kultur. Also wenn man in die Geschichte schaut, ist diese Phase in unserem Land und unserer Kultur dann ca. 1700 Jahre alt. Alles andere wird verleugnet und ignoriert. Der Baum wurde entwurzelt. Diese Kultur hat ihren Ursprung verloren. Nein, ich will nicht sagen, dass die alte germanische Kultur noch in den Leuten steckt. Sie wurde dem Erdboden gleichgemacht und ausgemerzt. Nur sehr wenige erinnern sich noch daran. Aber die Menschen spüren trotzdem, dass etwas nicht stimmt, wenn die Natur zerstört wird und die macht- und geldgierigen Herrschenden über die Leiche unserer Umwelt trampeln.

Die Erde wird nicht geehrt, sondern sie wird “Untertan” gemacht. Der Mensch stellt sich über alle anderen Wesen. Der Mann stellt sich selbst über die Frau. Die Erde wird benutzt, aufgerissen, verkauft.

Der Baum fällt.

Auch die Frau wird benutzt, aufgerissen und verkauft, wenn der Mann es für nötig hält. Aber darauf will ich jetzt gar nicht eingehen. Ich höre ja schon euren verleugnenden Aufschrei in meinen Ohren, da ich mich nicht präzise genau ausgedrückt habe und eine Beweisführung unterlasse.

Foto: Sperrzone nach dem schwarzen Donnerstag 30.09.2010: Die Polizei sperrt den Stuttgarter Schlossgarten gegen die Demonstranten ab, die gegen die Baumfällung der uralten Parkbäume demonstrierten.

Baumfaell-Sperrzone
03.10.2010

Dies ist also der Zustand unserer stolzen Kultur. Wurzeln hat sie keine mehr. Auch die  christlichen Werte gehen schon in die Macht- und Profitgier verloren.

Wie kommt das alles jetzt mit Artemis zusammen, kannst du mich nun fragen. Die Legenden von Artemis, Freya und Ostara und den Göttinnen erzählen alle vom göttlich- weiblichen Prinzip.

Das Prinzip der Göttin, der göttlich weiblichen Natur. Der Ausgleich zum üblichen patriarchalen Weltbild, das immer noch vorherrscht, ist uns abhanden gekommen.
Es heißt die Dreifaltigkeit bestehe aus: Mutter – Vater – Kind. Und diese Bezeichnungen waren auch der Ursprung, des heute in veränderter Form immer noch verwendeten Ausdrucks. Du findest es auch im alten Ägypten: Isis- Osiris – Horus.

Die Verehrung des Weiblich-Göttlichen ist immer auch eine Verehrung der Mutter Erde und der Natur, die uns ernährt und am Leben erhält, die uns alles gibt, was wir brauchen. Wir sollten sie mit großem Respekt behandeln.

Eine babylonische Legende erzählt uns:
“Die Göttin Innana pflanzte einst den Lebensbaum in ihrem Garten.”

 

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(Dieser Text wurde kurz nach der Baumfällung der 300 Jahre alten Parkbäume im Stuttgarter Schlossgarten 2010  geschrieben und 2015 für das aktuelle Blog ergänzt.)