Herrenrecht – Sklavinnenstatus Hausfrauehe

Warum ich nicht verheiratet bin.

Nur ein paar private Details aus meinem Leben und meinen Beziehungen mit Männern.

In den frühen 70 er Jahren hatte die Frau den Status einer Sklavin. Dazu hat sie eingewilligt mit der Hochzeit. Mann hatte ihr eingeredet, dass das das höchste Gut ist, dass sie erreichen kann und dass sie ein Nichts ist, wenn sie „keinen ab kriegt“. So wie es meiner Tante A. erging, als sie so froh sein durfte, als sie Manfred abkriegte. Und die Tante A. war so glücklich, dass die Schande von ihr genommen war, eine allein stehende Frau zu sein und dass Mann sie endlich errettete vor ihren nichtswürdigen Frausein, das keinen Lebenssinn hat, wenn ein Mann nicht ihr Eigentümer ist. „Manfred S. ist der Herr im Haus. Da kann man nix machen.“ Die Frauen kriechen vor ihm, wenn er seine Befehle herum bellt „Höh, warum ischs Essa no net fertig. Wie gohts´n da zu in dem Haus“ Knall die Türe zu. Ab.

Juliane: „Mama was ist der Herr im Haus?“

Mutter: „Das denkt der halt, den muss man in dem Glauben lassen, aber wir müssen alle so tun, als ob das so ist, weil sonst kriegt die Oma einen Herzinfarkt“

Also sind alle Frauen im Haus schnell herbei gesprungen und haben dem Manfred gebracht, was er will. Er dankt es ihnen, indem er sie anschreit und verletzt sie mit kleinen Bemerkungen.
Eine Sonderportion Spezialessen und Kaffe und Kuchen und Zucker und Sahne und sind immer schön weg gegangen.
Er kriegt immer was er will, auch wenn er über das kleine Mädchen verfügen wollte, das ich war. Niemand hat je etwas gesehen, in der Familie. Schließlich sind alle gemeinsam mit den 3 anderen Kindern einkaufen gefahren und haben mich dort mit ihm zurück gelassen.

Also sind sich alle in der Familie einig, dass ich „falsche Erinnerungen“ habe, weil sie alle NIE etwas davon gesehen haben, wie mich der Mann vergewaltigt.

Dissoziieren (Amnesie kriegen, alles vergessen und ignorieren und so tun, als wäre es nicht wahr) lernte ich so:
Wenn ich weine und etwas sage, dann bin ich für meine „Mutter“ unsichtbar. Ein nicht existentes Wesen.
Es gibt mich nicht, ich werde weder gesehen und gehört.
Das wird so lange fort gesetzt, bis ich das unerwünschte Verhalten beende, z.B. zu sagen, was Manfred mit mir macht.
Ein kleines Kind hält das bis zum nächsten Hunger aus. Dann muss es gehorchen und sich fügen. Dann kannst du froh sein, wenn Mama, sich wieder an dich erinnert. Und nach ein paar Stunden faucht sie dich auch nicht mehr an.
Dann habe ich gelernt: Das zu sagen, darf es nicht geben, oder es gibt mich nicht mehr. Ich war 3 Jahre alt, als alles begann. Ich verbinde den Brautschleier meiner Tante mit einem Horrorerlebnis. Ich war wohl die Jungfrau, die dabei geopfert wurde. Natürlich macht das niemand bewusst. Nur die tolle Ehe soll ja halten.
Ich wurde vor 2 Jahren darauf hin gewiesen, was der „False Memory-Effekt“ ist. Meine Erinnerungen sind gefälligst falsch. Ansonsten werde ich aus der Familie ausgeschlossen. So ist es jetzt. Ich bin exfamiliziert.
Ich bin auch nicht sehr viel Wert, denn ich habe keine Kinder und bin nicht verheiratet, im Gegensatz zu meiner Schwester. Nach ihrer Hochzeit war ich abgeschrieben und darf nur noch Beifall klatschen und es ist nicht so erwünscht, dass ich die Kinder anfasse. Ich könnte einen negativen Einfluss haben. Ich bin einen sehr verdächtige Emanze und überhaupt ist alles an mir falsch, schlecht und ich bin hässlich. Ich habe außerdem ständig falsche Meinungen und Gedanken, denen immer widersprochen wird und meine Anwesenheit ist eine einzige Beleidigung für meine „Mutter“. Alles an mir beleidigt sie, ich kann machen was ich will.

Außerdem bringe ich immer die Emma mit ins Haus. Ich dachte, sie würde meiner „Mutter“ ganz gut tun, wurde aber nur von meinem „Vater“ gelesen, der sie ganz toll fand und mich danach ständig sexuell beleidigt hat: „Du bist dir also zu Schade für einen Mann! Bau dir doch einen Schneemann. Und: Du bist einfach zu dick geworden.“ (Das war schon nach den vielen Vergewaltigungen)

Männer, die sich auf die Seite von Frauen schlagen, seien Verräter. Das lässt er durchblicken, wenn seine Frau es gerade nicht hört.

Inzwischen stelle ich fest, er ist wirklich absolut kein Verräter am männlichen Geschlecht, denn er stellt sich immer auf die Seite meiner Vergewaltiger.
Eindeutig gibt es Fronten zwischen Männern und Frauen und der Krieg wird mit Gewalt geführt.

Das deutsche Herrenrecht, also Eherecht, dieser Zeit (frühe 70 er Jahre) geht so:

Der Mann hat das Weisungsrecht über die Frau. Er darf sie vergewaltigen wie er will. Der Mann teilt ihr Haushaltsgeld zu und kann ihr den Job kündigen, wenn sie sich nicht genug um den Haushalt kümmert. Auf jeden Fall war das den Frauen in dem Haus klar, dass es so läuft. Die Frau ist das Zubehör des Mannes, die Putzfrau und Sexsklavin, sie muss die Kinder gebären, darf nicht abtreiben oder verhüten, muss Kinder aufziehen und darf geschlagen werden, wenn sie nicht gehorcht. Wegen häuslicher Gewalt kam noch nicht mal die Polizei ins Haus. Damals.

Der Unterschied zum Sklavenstatus bestand noch darin, dass nicht mehr der Vater die Tochter an den neuen Besitzer, den Ehemann, verkaufte, sondern die Tochter den Ehemann wählen durfte und dann freudig unterschreibt, damit sie sich nicht mehr so minderwertig fühlt, weil keiner sie will. Die Frau wurde in ihrem Selbstbewusstsein dermaßen degradiert und entwertet, dass sie als Person nur einen Wert erhielt, wenn sie heiratet. So war es in der Familie.

In der Zwischenzeit haben die Feministinnen Deutschland ein paar Frauenrechte erarbeitet. Danke an alle!

Ich war für meine Mutter ein: „Aber anstrengend (Kind), du heiratest ja eh- NurMädchen“

Es ist nicht nötig, sich um das zu kümmern, es reicht, das Zimmer ab zu schließen am Nachmittag. Immerhin habe ich was gesagt, beim Mittagessen, oder auch nicht, nur so aus Laune heraus. Da hatte ich wenigstens meine Ruhe und war sicher, dass sie nicht sofort die Tür auf reißt, um mich für, was auch immer ich gerade tat zu beschimpfen oder zu kritisieren. Am Ende habe ich die Tür selbst von innen ab geschlossen. Sicher ist sicher.

Also ich bin verdammt. Alles was mich im Leben erwartete war ein Herr, dem ich den Haushalt führen darf, der mich schlagen und vergewaltigen darf (auch wenn ich damals überhaupt nicht verstanden habe, was da eigentlich mit mir geschieht) und der mir die Befehle gibt, der mich am Menschsein hindern darf, mir Geld zuweist oder auch nicht, der mich mit Kinder sitzen lassen kann und mich in die totale Abhängigkeit bringt.“ Das hysterische Gekreische der Frauen, beim Anblick einer Braut, konnte ich nicht nach vollziehen. Nur weil das Kleid ganz hübsch ist, geht eine Frau doch nicht in den Sklavinnenstatus. Aber alle sind völlig ausgeflippt, wenn es mal wieder eine Hochzeit gibt.

Es ist nur eine Manipulation, dass die Frau das als erstrebenswert findet, weil sie ohne Mann behandelt wurde, wie Abschaum, völlig entwertet, nicht respektiert, minderwertig. Minderwertig sei ich auch, äh, minderjährig. Sagte meine „Mutter“, „du gehörst mir, ich habe den Kinderausweis von dir“ Sie hat ihn mir extra gezeigt, da steht drin, du gehörst zu … „Mutter“ Arnold. „Als ihr Eigentum“ dachte ich. „Minderwertig bin ich also.“

Ich für mich selbst, hatte schon als Kind schreckliche Alpträume davon, ich müsste meinen Großvater (Väterleicherseits) heiraten, obwohl ich den in meinem Leben nur einmal gesehen habe. Ein Uralter Mann.

Sklaverei:

 

Eine deutsche Ehe in den frühen 70er Jahren
– Leibeigenschaft – Die Frau ist Eigentum des Mannes
– Freiheitsberaubung – Der Mann bestimmt, ob sie das Haus verlassen darf und wo beide wohnen.
– Zwangsarbeit – Die Frau muss den Haushalt führen und darf nur arbeiten, wenn der Mann es erlaubt oder sie muss es dann tun.
– Nötigung aller Art – Schlagen und Vergewaltigen der Frau ist erlaubt.
– Außerhalb des Rechts stehend – Die Frau hat nicht das Recht selbst über das alles zu entscheiden.
– Manche können sich ihre Freiheit erkaufen – Scheidungsrecht
– Können verkauft werden – Galt für Prostituierte
– Der Mann erteilt Haushaltsgeld
– Der Körper kann verletzt werden – Der Mann hat ein Züchtigungsrecht
– Gesundheitsfürsorge wird verwehrt – Keine Verhütung ohne die Erlaubnis des Mannes. Kein Abtreibungsrecht.

 

Juliane: „Mama. Aber wenn ich nicht heirate, dann kann ich machen was ich will?“

Mutter: „Ja, aber du wirst das so toll finden, dass heiraten ist das Tollste von der Welt. Das merkst du dann noch.“

Ich beschloss nicht zu heiraten und ein Mensch zu werden.

Mit Rechten.

Mutter: „Es gibt also auch wilde Ehen, aber Gott hat gesagt, du sollst nicht Ehebrechen“

„Du solltest also nicht mit einem Mann ins Bett gehen, den du nicht heiraten willst.“

Ja, ich dachte lange drüber nach. Ich stellte mir vor, ich müsste Onkel Manfred heiraten. Immer noch, kam mir die Ehe, als nicht erstrebenswert vor. „Lass uns doch bei wilder Ehe bleiben?“ Zum Glück wurde ich gar nicht in die Bredouille gebracht, das zu sagen.

Ich stellte fest, dass ich eine Frau bin, der die Männer das Blaue vom Himmel lügen, um sie ins Bett zu kriegen. Das klappt auf gar keinen Fall mit dem ersten Mann, mit dem ich ins Bett gehe, den zu heiraten. Der will das nämlich nicht. Auch wenn mir der Arzt schwere Vorwürfe gemacht hat, als ich „die Pille danach“ geholt habe. Das Kondom war geplatzt. „Sie sollte nicht mit einem Mann schlafen, den Sie nicht heiraten wollen.“ Ich wollte nur nicht schwanger werden. Von wilder Ehe konnte keine Rede sein. Irgend wann führte ich „wilde Ehen“ das hieß schon lange „Freund“. Einer hat mich immer vom Schmuckladen weg gezerrt, weil sie dachten, ich würde mich für Eheringe interessieren. „Nein, ich will nur das Design sehen, ich mache selbst Schmuck.“ Er traf irgend wann eine Rothaarige, die war viel besser. als ich.

Ein anderer war meine große Liebe. M. Er zerschmetterte mein Herz. Wir lebten in „Wilder Ehe“, was schon lange nicht mehr so hieß. Zeitweise in meiner Wohnung. Ich arbeitete Vollzeit und er war Student. Dafür gab´s für mich am Abend ein gekochtes Essen.
Er wollte mit mir Haarfarbe kaufen gehen. „Versuchs wenigstens mal mit dem rötlichen.“
Die Packung liegt immer noch im Badezimmer.

Von ihm habe ich meine erstes „Blondtrauma“ abgekriegt. Nach 2 Jahren merkte er, dass ich mir das Zeug nicht in die Haare schmierte und ging mit einer Blondine weg. Nach Hamburg. Er heiratete sie und finanzierte ihr ein Kunststudium. Dann machte er ihr 2 Kinder und dann zogen sie von Hamburg wieder nach Stuttgart. Seither steht er regelmäßig vor meiner Tür und verlangt von mir, dass ich seine Geliebte werde. Was ich nicht mache.

Ich könnte so stundenlang weiter erzählen.

Der nächste war ein Galerist. Er hatte sich frisch von seiner Frau getrennt. Ich finanzierte die halbe Galerie, es kam aber nicht dazu, dass ich mal ausstellen darf, weil vorher seine Ehefrau zurück kam und ihre Ansprüche auf den Mann anmeldete. Ich wurde da hinaus geworfen. Meiner „Mutter“ habe ich schon lange nichts mehr von meinen Liebschaften erzählt. Sie haben furchtbar über M gelästert und die Tante A. sagte: „Der hat eh nix getaugt, der hat geraucht und gesoffen.“

Die Juliane hat also keinen ab gekriegt. Das soll mich jetzt fertig machen und mir sagen, dass ich ein minderwertiges Subjekt bin und ohne Mann keine Rechte habe und auch keinen Status in der Familie.

Der Status in der Familie war mir ganz egal. Ihre mitleidigen Blicke, weil ich immer noch da sitze, ohne einen „MeinFreund“ zur Familienfeier komme und langsam eine kleine Familie gründe, mit Hochzeit und Kindern, waren mir auch egal.
Ich habe mich nur langsam befreien können aus meiner Erziehung.
Ich führte ein Künstlerinnenleben und landete in der Moderne und erzählte der Familie davon nicht allzu viel. Ich ging auf Vernissagen und Parties und habe viel Auswahl abgekriegt.
Mein Selbstbewusstsein war wieder her gestellt. Ich brauche keinen Sklavenhalter. Ich kann auch Spaß haben im Leben und arbeiten, meine eigene Wohnung haben und mein eigenes Geld und alles lief vorläufig Bestens. Zu Heiratsanträgen ist es nie gekommen. Die Männer hatten alles andere im Sinn, als Hochzeiten. Beim kleinsten Anzeichen von Beziehung bekommen sie Panikanfälle und sind bei der nächsten Frau. Ich hatte das Gefühl, das „Heiraten“ kommt von „Der Alp-Ra“ (das ist Schwäbisch und heißt: Die Leute auf der Schwäbischen Alp machen das noch so im Dorf) Ich hatte daher auch keine Panikanfälle mehr, einer wollte mich heiraten.
Der „Richtige“ scheint nur im Märchenbuch vor zu kommen und in den Köpfen mancher Ehefrauen, die nicht sehen, wie oft ihre Männer versuchen, mich ins Bett zu kriegen oder wie oft sie in den Puff gehen. Ich dachte, es gibt keinen einzigen Mann auf der Welt, der treuefähig ist.

Ich hatte mich von dem Berufsbefehl:
„Dazuverdienende Hausfrau im Kindererziehungsgewerbe.“
inzwischen glücklich gelöst, indem ich eine Weiterbildung zur Multimediadesignerin gemacht hatte.
Die Wirtschaftskrisen schüttelten das Land und das mit dem Arbeiten wurde freiberuflicher und schwieriger. Die Finanzen waren prekär aber ich machte, was ich wollte. Von Beruf und auch sonst. Nur das mit der Liebe wollte nie klappen.
Solange, bis die Agenten in mein Leben kamen und auch sahen, dass ich abkriege, was immer ich will und nur die meisten Männer mich nicht abkriegen. Ich wurde doch noch versklavt. Mit Mind-Control Methoden.

Diese Geschichte habe ich schon zuvor erzählt.

Nachdem sie mit mir fertig waren, lag ich nur noch schwer krank im Bett. Das kann niemand nachvollziehen, warum das so lange ging. Erst seit letztem Jahr bin ich wieder fähig, etwas zu machen. Z.B. bloggen und mich nach einer neuen Karriere umsehen. Ich habe das andere schon bei „Kein Bock mehr“ erklärt.

© 15.05.2016 Juliane Arnold

 

One thought on “Herrenrecht – Sklavinnenstatus Hausfrauehe

  1. Du kannst ja noch mit 70 den Richtigen treffen. Wieso lässt Du gleich den Kopf hängen?
    Das Leben ist eine Achterbahn.
    Vielleicht erlebst Du noch das OM, oder Dir wird alles vergeben und ein ganz Großer kommt bei Dir vorbei und zeigt Dir sein lächelndes Gesicht und all Deine Leben, die Du bereits hinter Dir hast stehen in der Ecke und staunen.
    Und das Kind kannst Du auch ohne Mann gebären.
    Weißt Du das denn nicht?
    Es wird getragen von einer edlen Frau mit blauer Tunika. Die kümmert sich ganz lieb um dieses Kind. Das kann man sehen.
    Und wenn Du die Regeln beachtest, dann kommt auch mal ein Bote. Dein Name wird genannt. Geschenke werden Dir überreicht. Drei sind es an der Zahl. Und wenn Du des Abends in dein Bettchen hüpfst, dann kommt DER EINE, der so wunderbar ist, daß man nur weinen kann.
    Denn für manche Menschen scheint die Sonne auch Nachts.
    Aber die Geschichte ist damit nicht zu Ende.
    Dann kommt der Kelch und danach die große Reinigung.
    Dann sagt ER zu Dir: Seht das ist mein…………

    Gruß von deinem kosmischen Bruder

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.