GEH MAL WEG VOM KRIEGSGEBIET

Terrorismus auf dem Weihnachtsmarkt

Schwer bewaffnete Polizisten sichern die Stuttgarter Innenstadt ab. Mit leichten Maschinengewehren stehen mir auf einmal 2 Polizisten gegenüber und machen eine Personenkontrolle vor dem Haupteingang der Markthalle. Ich bin von so was nicht begeistert, die Waffen lösen bei mir eine Panikattacke und Herzrasen aus und ich fühle mich wie eine Tatverdächtige Terroristin, die einen Sprengsatz im Rucksack hat, anstatt eine Damenhandtasche. Anscheinend habe ich die Absicht eine Bombe zu legen und nicht Curry, Tee und Seife kaufen zu wollen, sagen mir ihre Gesichter.

Als Stuttgarterin habe ich den Hintereingang der Markthalle gefunden, ohne meinen Ausweis vorzeigen zu müssen und eine Leibesvisitation über mich ergehen lassen zu müssen.

Beinahe hatte ich den Gedanken: „Okay, ich brauche doch keine Gewürze…..“

Dass dieser Gedanke genau der ist, den die Polizei und die Politik mir vermitteln will, ist mir erst heute klar geworden. Als ich gelesen habe, wie sie mit den Weihnachtsmärkten in ganz Deutschland verfahren….. :

ICH SOLL DA NICHT EINKAUFEN, sondern bei den anderen Läden.

Der Aufmarsch vor dem Markthalleneingang wirkt wie ein „BETRETEN VERBOTEN“-SCHILD und ist bestimmt nicht gut für die Händler im Inneren.

Das Selbe auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt. Jeder Eingang wird von Polizeiautos und vielen Polizeibeamten schwer überwacht, ich ging außen rum. Ich will mich nicht kontrollieren lassen, auch wenn ich keinen Terroranschlag plane. Ich will mir nicht in die Tasche gucken lassen, auch wenn kein Marihuana drin ist und ich will NIEMANDEM erklären müssen, was ich da eigentlich will, wie ich heiße und wie lange ich wohl bleiben werde. Ich will mich nicht untersuchen lassen und keine Rechtfertigung für einen Weihnachtsmarktbesuch abgeben.

Es sieht hier aus wie in einer Militärdiktatur. Die Bundeswehr darf im Inneren nicht eingesetzt werden, also trägt eben die Polizei das MG mit sich herum.

ICH SOLL DA NICHT EINKAUFEN.

Das ist die Botschaft, die vermittelt wird, wenn sich jemand breitbeinig mit MG bewaffnet vor eine Tür stellt und dich nicht durch lässt, es sei denn, du erklärst wer du bist und warum du da bist und was du alles dabei hast.

„Was wenn die Polizei mein Geld nimmt?“ Wer könnte sie schon anzeigen? Der letzte der so was angezeigt hat sitzt heute vor Gericht und muss sich des Opferseins verurteilen lassen. Immerhin hat er das schwerste aller Verbrechen begangen: BESCHULDIGUNG. Er hat ein mit Messer aufgeschlitztes Gesicht mutmaßlich „VORGETÄUSCHT“ (https://www.focus.de/regional/koeln/koeln-raub-opfer-zerschnitt-sich-selbst-das-gesicht-und-ging-zur-polizei_id_7990542.html)….. so wie der Mann, der sich selbst in den Hinterkopf schoss…..

Rein psychologisch erklärt würde ich sagen: Nein, das macht absolut niemand. Ritzerinnen jugendlichen Alters ritzen sich höchstens in den Arm, um den Schmerz des sexuellen Missbrauchtwerdens zu vergessen…. Aber dieser Mann hat einen Verlust von 2200 € beklagt. Also jemanden, der mehr Macht in der Justiz und der Polizei hat, des Raubüberfalls „BESCHULDIGT!“

Wie können reiche Eliten noch verhindern, dass uns der Weihnachstmarkt mehr Spass macht als ihre großen Ladenketten?

Sie lassen kurzerhand ein Ladekabel aus einem Rucksack hängen, dann wird die Polizei brav den Weihnachtsmarkt leer fegen und die Besucher zu Douglas, Karstadt, Kaufhaus, H&M,  C&A, Depot und Rewe schicken, wo sie ihre Geschenke statt dessen kaufen müssen.

So geschehen in Berlin, Prenzlauer Berg. (http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/berlin-weihnachtsmarkt-auf-gelaende-der-kulturbrauerei-geraeumt-a-1183662.html)

Jetzt kaufen sie Plastik aus China und nicht selbstgezogene Kerzen und handgestrickte Socken und in Heimarbeit gehandwerktes und Einzigartiges, das von kleinen Leuten und Händlern verkauft wird, die fast 4 Wochen am Stück in der Kälte stehen, um dann 7000 € Steuerfreibetrag behalten zu können…. By the way, das liegt unter dem Existensminimum und unter einem HartzIV Satz. Ab da geben sie 19 % an die Mehrwertsteuer und 20 % an die Einkommensteuer und noch mal was an die Gewerbesteuer also 50 % darüber wird an den Staat abgeführt und, was ich sagen will, es ist wahnsinnig schwierig als kleine Selbständige zu überleben und all diese Steuern und Krankenkassenbeiträge zu zahlen und so viel Umsatz zu machen, dass noch Standmiete und Mitarbeiter bezahlt werden können und die eigenen Lebenshaltungskosten. So eine Totalräumung zerstört also das Geschäft des gesamten Tages und kostet Tausende von Euros, die sich diese Leute nicht leisten können. Drogeriemarkt und und Co. haben endlich keine Konkurrenz durch den Weihnachtsmarkt mehr. Wir alle können jeden Euro nur einmal für Geschenke ausgeben….. und die Mächtigen haben Methoden…..

In den letzten Wochen berichteten die Medien vom Breitscheidplatzterroranschlag in Berlin, als sei er gestern passiert und nicht vor einem Jahr und als sei es 9-11 und nicht vielleicht doch ein aufbebauschter Autounfall, wenn auch tragisch für die Opfer. Das will ich gar nicht leugen. Frau Merkel geht also zu den Opfern und ruft: „Huch wie schrecklich. Terror auf dem Weihnachtsmarkt!!!“

Mit solchen Begründungen wird bald die Bundeswehr mit Panzergranaten jeden überfallen, der eine Kerze kaufen und einem Kind eine Karusselfahrt und einen Besuch beim Nikolaus erlauben will. Natürlich darf man an der militarisierten Polizei vorbei, wenn man blond genug ist, ohne Personenkontrolle…

Aber der Instinkt sagt: GEH MAL WEG VOM KRIEGSGEBIET.

Und das Ziel ist erreicht: Der Einzelhandel ist die Konkurrenz Weihnachtsmarkt wenigstens ein bisschen los geworden.

 

Schönes Fest


© 16 Dezember 2017 Autorin Frau Juliane Arnold. Stuttgart, Deutschland.
 Artemisnews.de

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