Die Codes der neuen Nazis

Brauner Kaffe, der schon mal im Ausguss war, 71 Jahre später wieder aufgewärmt schmeckt immer noch abscheulich. 

Alte Ideologien in neuem Gewand.

Eine beliebte Methode der neuen Nazis ist die Umkehr der Täter-Opferrollen, die wir schon aus der Frauendiskriminierung kennen.
Sie machen sich unangreifbar, indem Sie ihre Botschaften in seltsam verdrehter Form wiedergeben, die bei genauem Hinsehen, das Gegenteil von dem sagen, was sie in Wahrheit sagen wollen. Es ist dann sehr schwierig den Leuten mit ihren Aussagen noch zu beweisen, was sie für eine Botschaft wirklich rüber gebracht haben und die auch jeder und jede unter der Zuhörerschaft versteht. Sie machen sich durch ihre Codierung nicht angreifbar und können hinterher sagen: „Das habe ich gar nicht gesagt und das war ganz anders gemeint.“ Inzwischen ist es üblich, dass sie den anderen die Machenschaften unterstellen, an die jede vernünftige Zuhörerschaft denkt, wenn sie die neuen rechtsradikalen Reden hört.
Ein Paradebeispiel der Opfer-Täter Verdrehung ist der Satz des Herrn Akif Pirinçci (paradoxerweise selbst ein Mensch mit Migrationshintergrund). Die Überschrift, die dann in den Medien verbreitet wird, ist auch die Aussage, die er machen will, auch wenn er die Täterschaft den Politikern und allen andersgesinnten Personen unterstellt:

„KZs leider außer Betrieb“. Das ist die Schlagzeile und das ist, was wahrgenommen wird. Der Kontext in den er den Satz stellt ist, dass er selbst und seine PEGIDA Mitstreiter hier natürlich die Opfer sind, die in das KZ kommen sollen. Das wundert eine/n doch sehr. Ist es doch klar, dass es die Rassisten sind, die die andere Ethnie am liebsten ins KZ stecken wollen und das will er uns auch sagen. Denn am Ende nimmt das Publikum nur noch den provozierenden Satz wahr und alle wissen, was gemeint ist.

(http://www.focus.de/politik/videos/ausfaelle-von-akif-pirincci-diese-rechte-hetz-rede-wurde-sogar-den-pegida-anhaengern-zu-viel_id_5025466.html)

Herrn Pirinçci als Fall für die Psychiatrie darzustellen, wie es die Presse an verschiedenen Orten getan hat ist auch verharmlosend. Er wird somit zum verrückten Einzelfall erklärt, der nicht mehr alle Tassen im Schrank hat. Es wird dabei verschleiert, dass er gewagt hat, den schlecht sitzenden Nagellack, mit dem die braune Gesinnung überdeckt wird,  endgültig abzukratzen und das darunter liegende Hakenkreuz sichtbar zu machen. Es war ein Versuch bei einer gut besuchten PEGIDA Demo, 1 Jahresfeier, um ganz bewusst zu testen, wie weit man heute schon gehen kann und wie weit nicht. Was, wenn wir mal kurz unser Hakenkreuz zeigen? Wie werden unsere Anhänger reagieren? Eine Verharmlosung als Einzelfall ist überhaupt nicht angebracht. Es ist der braune Sumpf, der im Untergrund dieser Bewegung vor sich hin stinkt und der hauptsächlich ignoriert wird.

Täter-Opfer Umkehr geschieht auch, wenn die Kanzlerin von rechtsradikalen Leuten als eine Naziherrscherin dargestellt wird. Auf diese Weise wird verwirrt.

Taeter-Opfer-Umkehr

Es ist dann reichlich schwierig die PEGIDA Leute in diesem Moment als die wahren Nazis zu outen, wenn sei auf diese Weise Nazis kritisieren und dabei mit dem Finger auf die falschen Leuten zeigen. Es ist ganz offensichtlich dass die PEGIDA rechtsradikal ist. Es ist eine Mind-Control-Methode, Tatsachen völlig zu verdrehen und das Opfer zum Täter zu deklarieren. „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen.“ Sagte ein berühmter Herr, Hauptfigur des neuen Testaments. Mit dieser Methode kann fast jede Gehirnwäsche, die durch Sprachverwirrungen und Symbolaustausch oder Opferbeschuldigung entsteht, aufgelöst werden. Denn Tatsachen total auf den Kopf zu stellen, bis sie das Gegenteil aussagen ist eine Mind-Control Methode und eine Art der Gehirnwäsche, die verhindert, dass Tatsachen und Wahrheiten erkennbar werden: Die NAZIS sind die PEGIDAs. Es ist offensichtlich. Es traut sich nur keiner mehr das offen auszusprechen. Sie würden sich auch schwer dagegen verwehren. Ihre Sätze beginnen mit: „Ich bin ja kein NAZI, ABER….“ „Ich hab ja nix gegen Ausländer, ABER….“ Sie wissen genau, dass sie nicht unmaskiert sagen dürfen, was daheim und am Stammtisch offen ausgesprochen wird, um nicht ganz offen mit ihrer Meinung da zu stehen, die immer noch als verpönt und sogar als verboten gilt.

 

Die Partei

Die AFD mausert sich zur Zeit gehörig zu einer größeren neuen Rechtspartei, die laut Umfragen, derzeit sogar den Prozentsatz der „Grünen“ im Bundestag überschreiten würde. Also keine guten Aussichten.

Der AFD Politiker bringt die Angst um die eigene Ethnie zum Ausdruck, die im Hintergrund reinsten Rassismus beinhaltet, wenn die Codes der neuen Nazis bekannt sind.

„“Angsträume für blonde Frauen“

Björn Höcke sagt über Flüchtlinge: „Wir importieren sozialen Brennstoff“, und über Erfurt sagt er, es sei „schön deutsch“. In einem Einspieler, der ihn während einer öffentlichen Rede zeigt, fordert er, man müsse blonde Frauen beschützen, weil, so im Originalsprech, „die Angsträume für blonde Frauen größer werden“.“

http://www.stern.de/kultur/tv/guenther-jauch-kritik–afd-mann-bjoern-hoecke-zueckt-deutschland-flagge-6507328.html

Blondheit und die rechte Farbenlehre

Vor ein paar Monaten wies ich in dem Artikel über das Dirndl auf den, damals noch versteckt übermittelten Rassismus hin, der in der Bewertung von Haarfarben deutscher Frauen in einer Art Rangordnung endet. Mit einem Bericht, der angeblich über Dirndl ging, wurde die ganze rechte Farbenlehre gleich mit übertragen und mit einer Bewertung von billig bis golden versehen, die eher der Dirndlträgerin als dem Gewand galten.

Die Herkunft der Frau wird durch ein Dirndl gezeigt und der Wert der Frau wohl auch? In jedem Fall entspricht es guter alter Hitler`scher Arierlehre, die besagt, dass die blonden Menschen über den anderen als die Herrenmenschen thronen. Und das wird, bei aller Kritik, die Herrn Höcke da entgegen schlägt leicht übersehen. „Blond ist das neue Arisch“. Ein weiterer Code, den es zu entziffern gilt.

Ich muss an dieser Stelle dazu sagen, dass die Blonde Frau da gar nichts dafür kann und ich auch nichts gegen sie habe. Es liegt mir absolut fern Blondinen zu diskriminieren und schon wieder auf die Schippe zu nehmen. Es geht nur darum, dass von den neuen Rechten das „Blondsein“ als das „Deutschsein“ im ethnischen Sinn interpretiert wird. Die „Arierlehre“ mit dem Wort „Arier“ zu verkünden und offen zu ihr zu stehen, trauen sich nur wenige der neuen Nazis in der Öffentlichkeit. Hitler wollte eine neue Rasse züchten mit blonden Haaren und blauen Augen. Dafür gab es z.B. das Projekt Lebensborn, wo Kinder mit diesen Eigenschaften groß gezogen und extra für diese „Menschenzüchtung“ gezeugt wurden. Die Kinder von Lebensborn sind genauso Opfer des Nazirassismus, wie die Menschen anderer Ethnien.  Frauen bekamen sie nur hierfür und gaben sie zur Adoption frei. Auch wurden Kinder aus besetzten Gebieten verschleppt, um mit rechtem Gedankengut an eine „Herrenrasse“ groß gezogen zu werden.
Es handelt sich also um eine Art von nationalsozialistischer Rassenhygiene, die mit der Bevorzugung von „blond“ fortgesetzt wird.

Blonde Menschen an verschiedensten Stellen, als die Wertvolleren hin zu stellen ist nichts als Rassismus der umgekehrt wurde. So kann es vermittelt werden. Es ist nicht mehr angebracht zu sagen: Dunkel ist böse, aber es kann noch gesagt werden: Blond ist schöner, besser, gütiger, ein Engel und ein synonym für Schönheit. Und diese Ansichten haben sich leider in den letzten Jahren sehr verstärkt.

Die Vermischung der Ethnien wird von einigen deutschen Männern nicht sehr gerne gesehen. Ein Leherverband warnte „blonde“ Mädchen davor, sich in Liebesbeziehungen mit sexy aussehenden wilden „Arabern“ ein zu lassen. Nur warum? Solange das nette, sexy Männer sind und keine Gewalt angewendet wird?  Haben sie Angst, dass sie bei den neuen Nebenbuhlern nicht mehr so schick da stehen wie zuvor? Deutsche Mädchen wissen auch von alleine, welche Männer sie toll finden und welche nicht.

Eine Klassische Opfer – Täter –Umkehr ist es auch,  wenn Bücher erscheinen, die den Titel tragen: „Die Endlösung der Deutschenfrage“ und Kommentare in Internetforen, die Juden würden die Ausrottung der Deutschen planen. Die Geschichte ist der Beweis, dass diese Pläne genau umgekehrt sind. Es kann aber über Pläne z. B. im Internet diskutiert werden, wenn Begrifflichkeiten vertauscht werden.

Soweit ich weiß, denn ich habe es nicht gelesen, gehen alle diese Ideologien auf Adolf Hitlers Buch „Mein Kampf“ zurück, das passender weise zur Zeit „endlich“ wieder erhältlich. Oh du merkwürdiger Zufall, ausgerechnet zu dieser braunen Uhrzeit.
Natürlich ist das Original ohne Umkehrungen, wird hier die Rassenlehre in Reinform erklärt.
In diesem Buch wird all das noch mal genauer erklärt, falls es jemand vergessen haben sollte.

Köln

Und alles, was die neuen „Nazis“ befürchtet hatten ist wahr geworden: Die „blonde Frau“ wurde angegriffen.

Der stete Tropfen der PEGIDA-Parolen schürt die Ausländerfeindliche und rassistische Stimmung im Land, die dann bei einem kleinen Anlass ausbrechen kann, wie den Vorfällen in Köln, die jede Erwartung erfüllen, die den Angstträumen und Prophezeihungen der neuen Nazis entsprechen und zeigen: „Seht ihr, wir hatten Recht.“ Die heftige Reaktion der Politiker und Politikerinnen kam nicht wegen der sexistischen Verfolgung von Frauen, sondern wegen der Herkunft der Täter, die ohnehin schon das Feindbild sind.
Die Forderungen nach Abschiebung der Asylanten bekommen so Unterstützung und es ist nicht das Sexualstrafrecht, mit dem die Täter bestraft werden sollen, sondern das Asylrecht. Und so werden die Vorfälle benutzt, um politische Ziele durch zu setzten, wie die Freizügigkeit von Asylanten und Migranten einzuschränken. Auch die von denen, die keine Verbrechen begehen, sondern nur einen anderen Status haben, können so eingeschränkt werden. Z.B. in bestimmte Gebiete oder Wohnorte, die sie nicht verlassen dürfen. Und es kann abgeschoben werden, auch wenn dabei die Genfer Flüchtlingskonvention gebrochen wird und das rechtlich fragwürdig sein wird.
Darum stelle ich auch die Forderung, dass die Verbrechen mit einen Strafrecht (Sexualstrafrecht) zu bestrafen, das die Politiker erschaffen müssen, aber dem Verbrechen angemessen währe. Eine Neuregulierung des Sexualstrafrechts lag der Regierung schon lange vor und steckte anscheinend im Kanzlerinnenamt fest. Ein positiver Nebeneffekt der Aufregung über die Vorfälle in Köln ist, dass sich hier auch mal etwas bewegt.

 

Für alle, die nach Rechtsstaatlichkeit rufen sei ein Blick in das Grundgesetz empfohlen.


Artikel 3 Grundgesetz:  

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.


Frau Merkel hat geschworen dieses Gesetz ein zu halten, so wie alle Politiker, die an der Macht stehen. Und sie sollten sich daran erinnern dies auch ein zu halten. Bestraft die, die Verbrechen begehen, nach ihren Taten, nicht nach ihrer Rasse oder ihrer Abstammung oder ihrem Glauben.

Es sollten jetzt nicht kollektiv Menschengruppen verbannt, ausgewiesen oder in „Spezialgebiete“ gebracht werden sollen. Bestraft diejenigen die Täter sind und nicht ethnische Gruppen. Bestraft Straftaten, egal welche Herkunft die Täter haben. Aber darum geht es  leider nicht in der deutschen Politik. Es geht zur Zeit um die Umsetzung von Zielen und Forderungen, nach Abschiebung von Menschen mit… Ansicht auf ihre

 „Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen“