Der Mann, der sich selbst in den Hinterkopf schoss

Todesstrafen für Terroristen?

„Als Vollzugsbeamte gegen acht Uhr morgens am 18. Oktober 1977 die Zellen im siebten Stock aufschlossen, entdeckten sie nacheinander vier tote oder schwer verletzte RAF-Häftlinge. In Zelle 716 saß Jan-Carl Raspe zusammengesackt auf seinem Bett, aus einer Schusswunde im Kopf blutend, er starb wenige Stunden später. Andreas Baader lag in Zelle 719 mit einer Schusswunde im Nacken tot auf dem Fußboden, Gudrun Ensslin hatte sich in der Nachbarzelle 720 mit einem Lautsprecherkabel am Fensterkreuz erhängt. Irmgard Möller lag in Zelle 725 mit schweren Stichverletzungen in der Brust auf ihrem Bett, sie überlebte als Einzige.“

http://www.spiegel.de/einestages/raf-haeftlinge-in-jva-stuttgart-die-todesnacht-in-stammheim-a-1172566.html

Irmgard Möller nahm wohl ein Plastikmesser der JVA und stach sich damit mehrmals in den Bauchraum, während andere RAF Mitglieder sich in der Zelle selbst in den Hinterkopf schossen oder am Fenster erhängten.

Wie unglaubwürdig es auch ist, es ist das Märchen der Mächtigen, das uns erzählt wird. Fake-News darf nur von offizieller Seite berichtet werden.

Kollektiver Selbstmord durch völlige Missstände in der Justizvollzugsanstalt, in der Pistolen in Haftzellen ohne weiteres zu erhalten waren und in der sich 4 mutmaßliche Terroristen selbst ermordeten. Einer davon brachte das akrobatische Kunststück des sich in den Hinterkopf schiessens hin. Die Fake-News der Bundesregierung ist so glaubwürdig, wie die Mächtigen eben die Wahrheit gepachtet haben. Terroristen sterben in den JVAs des Staates, bevor Unschuldsvermutungen und faire Prozesse vor der Presse und der Öffentlichkeit Hintergründe offenbaren würden, die diese nicht erfahren sollen. Was hat die Bundesregierung zu verbergen, dass sie solche Angst davor hat, dass die Verteidigung der mutmaßlichen Terroristen ihre Meinung öffentlich kund tut.

Ich will hiermit nicht sagen, dass ich zu Aussagen von RAF Terroristen stehen würde. In keinster Weise. Diese Aussagen wurden uns meist von den Justizbehörden zitiert und wir können sie nicht überprüfen. Der Fall ist alt und er muss immer noch als Paradebeispiel von Linksterrorismus her halten, wenn es um Sicherheitspolitik geht. Linksterrorismus von vor 40 Jahren, der genauso schwer eingestuft wird, wie der alltägliche Terrorismus Rechtsradikaler heute.

Die Glaubwürdigkeit, dass Pistolen für Terroristen in Haftzellen erhältlich wären, wie Butterbrote, ist ziemlich gering. Dass sich jemand selbst in den Nacken schießt ist anatomisch sehr unwahrscheinlich und einen plausiblen Grund für so eine Verrenkung für einen Selbstmord kann es psychologisch kaum geben.

Das Problem mit dem Rechtsstaat ist, dass es nicht mehr zu einen fairen Prozess gekommen ist, sondern dass Terroristen vor den Augen aller Er-Selbstmordet werden. Da sie wegen ihrer mutmaßlichen Taten nicht auf viel Liebe in der Bevölkerung stoßen, wird der sehr wahrscheinliche Umstand, dass es sich um Mord handelt nicht untersucht, sondern hingenommen und den Beamten der JVA einfach verziehen. Wir haben somit in Deutschland, wie überall auf der Welt die Todesstrafe, die nicht im Gesetzbuch steht nach einem fehlenden Prozess durchgeführt. Wir alle haben bereits durch die Presse erfahren, was für Verbrechen den in Untersuchungshaft sitzenden mutmaßlichen Terroristen vorgeworfen werden und das soll genügen, dass das Volk, die Presse und die Justizorgane darüber hinwegsehen, dass die Todesumstände der mutmaßlichen Terroristen sehr wahrscheinlich Mord durch die JVA Beamten ist.

Niemand weint DENEN eine Träne nach.

Was aber, wenn einer der mutmaßlichen Terroristen unschuldig angeklagt, mit gefangen und mit gehangen war? Ein fairer Gerichtsprozess gehört nicht ohne Grund zu den Prinzipien der Zivilisation und des Rechtsstaats und dieses Prinzip höhlt die Terrorbekämpfung systematisch aus.

Das Recht auf einen Prozess gilt nicht für Terroristen. Das Verbot der Todesstrafen in unserem Land gilt ebenfalls nicht für Terroristen.

In Deutschland wird so auch gerne mal gegen einen Jugendlichen Amokläufer Tim Kretschmer vor gegangen. Der Terrorist war nicht volljährig, sondern erst 17 Jahre alt und hätte vor einem Gericht eine Jugendstrafe erhalten.

Auch diese Gesetze wurden von der Zivilisation ausgefochten, von den Parlamenten entschieden und sind auf Grundlage eines Rechtsstaates gemacht worden, der wiederum durch das Erschießen in inoffizieller Todesstrafe umgangen worden ist.

Der Staat nimmt Rache und die Bevölkerung und die Presse sehen stillschweigend darüber hinweg. Es war ein Terrorist, der wurde erschossen, da er anders nicht zu stoppen gewesen sei. Alle akzeptieren diese Todesfälle, auch bei Jugendlichen, da die Taten, die ihnen vorgeworfen werden und die niemals in einem Prozess besprochen werden, allzu schrecklich sind. Dies dient nicht der Wahrheitsfindung, sondern die Polizei sagt uns die „Wahrheit“ und die Justiz überprüft sie nicht mehr, da der Terrorist tot ist. Nur mal ein Gedanke: Was wenn der Junge nur eines der Opfer des Amoklaufs eines anderen Täters war und eine der Leichen als der Täter hingestellt wurde? Wie leicht würde es der Polizei fallen, dies der Presse zu erklären. Niemals wird mehr untersucht werden, was genau passiert ist.

Ich glaube jetzt aber erstmal den überlebenden Zeuginnen des Amoklaufs. Einen Prozess hat sich die Öffentlichkeit gespart, der Sündenbock und mutmaßliche Täter ist schließlich tot.

Solche Sätze zu schreiben ist angesichts der Opfer und des Leidens für mich gar nicht so leicht. Was aber, wenn Tim K. ein weiteres Opfer wäre? Wozu gibt es bei uns Prozesse und Rechtsstaatlichkeit, wenn im Falle einer Einstufung als TERROR der Täter standrechtlich erschossen wird, als wäre dies hier der wilde Westen?

„Nach Zeugenaussagen tötete er sich schließlich gegen 13:00 Uhr durch einen Schuss in den Kopf selbst.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Amoklauf_von_Winnenden)

Ob er das wie  Andreas Baader als Schuss in den Hinterkopf geschafft hat, ist uns nicht erzählt worden von der Wahrheitswächterin PRESSE.

Jeder aufmerksamen  Zeitungsleserin fällt es irgend wann noch schwer, keine Fragen zu stellen, wenn der nächste mutmaßliche Terrorist Deutschlands, Al Bakr, in seiner Zelle schon in der ersten Nacht tot aufgefunden wurde.
Tod durch Erhängen.
Todesstrafe in Deutschland?
Und dies ohne Gerichtsprozess?

Wir wissen nur, dass der junge Syrer in seiner Zelle tot aufgefunden worden war. Erhängt.

Jetzt werden keine Fragen mehr gestellt und die Justiz, die ihr eigenes Vorgehen untersucht stellt fest, dass sie selbst das Verbrechen nicht begangen hat.

Victim Blaming gibt´s nicht nur für die Opfer sexueller Gewalt, sondern einfach für die Opfer von Gewalt, die den schwächeren Sozialstatus und den höheren Diskriminierungslevel haben. Sprich: Es war ein Flüchtling. Noch dazu ein Muslim und daher gleich unter dem Verdacht schuldig zu sein. Notfalls auch als Gefährder, also als ein Mensch, der Diskriminierungsfaktoren wie Bart, Flüchtling, Muslim. dunkle Haut hat und daher allein inzwischen nach der neuen Gesetzgebung hinter Gitter gebracht werden dürfte auch ohne Prozess nach einer Straftat, sondern auch ohne begangene Straftat für seine Merkmale: Bart, Flüchtling, Muslim, dunkle Haut. Diese neuen Gesetze wurden nach dem Terroranschlag durch Jaber Al Bakr, der nie statt gefunden hat, eingeführt. Also wir machen es uns noch leichter Diskriminierte aus dem Verkehr zu ziehen, indem diese Merkmale offizielle Inhaftierungsgründe wurden.

Wer es jetzt nicht verstanden hat.

Jaber Al Bakr stand unter VERDACHT….

Es war also MUTMASSLICH.

…dass er ein Mitglied des IS sein KÖNNTE

und einen Terroranschlage geplant haben KÖNNTE…. ,

wenn er nicht im Voraus die Todesstrafe durch Verselbstmordung in seiner Zelle erlitten hätte,

….  dann hätte die Justiz seine Schuld überprüfen und feststellen müssen und auch Zeugen verhören und Beweise aufnehmen müssen ….

und dies im Land der Unschuldsvermutung, wo jeder normale Verbrecher nicht viel an Strafen zu befürchten hat, weil seine Verbrechen kaum nachweisbar sind. Egal wie oder ob es Zeugen, Wunden oder Videobeweise gibt, die Verbrecher kommen hier meistens schnell wieder davon.

Die Justiz hat also das Problem, dass Verbrechen hier als legal durchgehen, solange sie nicht bewiesen werden können und fängt darum an, die unliebsamen Personen anderweitig aus dem Weg zu schaffen.

Der Rechtsstaat ist eine absurde Pharce wie nie zuvor. Rechte gibt´s nur für geliebte und privilegierte Personen höheren Ranges, Geschlechts, Geldbeutelinhalts, Staatsreligionsangehörigkeit, Herkunft und Hautfarbe.

Das Verbrechen von Albakr, wie ich es aus der Presse herausfinden konnte:

Herunterladen von Anleitungen von Sprengstoffvorrichtungen aus dem Internet für den Dschihad.

Der Kauf von Heißkleber.

Sprengstofffunde in einer Wohnung, die Albakr verlassen hat.

(https://de.wikipedia.org/wiki/Dschaber_al-Bakr)

Das Suchen nach Inhalten im Internet beweist nicht, dass jemand ein Verbrechen begehen will, sondern dass er sich über dieses Verbrechen informiert. Vielleicht auch um einen Journalistischen Bericht zu verfassen.

„Zwei Personen überwältigten und fesselten al-Bakr, der sich schlafen gelegt hatte, und einer fotografierte den Gefesselten mit seinem Mobiltelefon“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Dschaber_al-Bakr)

Zwei andere Syrer liefern AlBakr der Polizei aus.

Vom ersten Moment habe ich mich gefragt, ob AlBakr nicht der Sündenbock für die 2 anderen Personen ist, die in Wahrheit selbst den Terroranschlage verüben wollten und einen lästigen Zeugen loswerden wollten. Diese „Theorie“ muss niemand überprüfen. Ein Einzelner ist wehrlos, wenn alle anderen ihn verurteilen, vor-verurteilen und gleich hinrichten.

Es spart so viele Justizarbeit. Der Mann wurde ohne Essen und Trinken in die Zelle gesperrt. Angeblich im selbst verhängten Hungerstreik. Mir sträuben sich alle Haare zu Berge, wenn ich solche Zeitungsberichte lese.

…. Wie bei dem Mann, der sich selbst in den Nacken schoss…. (Andreas Baader)….

Ich mag einfach keine Lügenberichte. Und keinen vertuschten Mord. Nach dem Motto: Mit denen machen wir es einfach und mit denen können wir es machen und alle werden uns zustimmen und alle werden wegsehen, dass hier Menschen einfach hingerichtet und ermordet werden.
Auch für Terroristen und Terrorverdächtige gilt der Rechtsstaat.

„Er hatte sich mit seinem T-Shirt am Vorgitter der Zelle stranguliert. Reanimationsversuche seien erfolglos gewesen.[35][39] Später wurde bekannt, dass sich an den Handgelenken des Gefangenen Schnittwunden befanden. Diese soll sich al-Bakr Stunden vor seinem Suizid selbst zugefügt haben. Die Staatsanwaltschaft erwähnte diese Wunden in ihrem Abschlussbericht nicht. Unklar ist bisher, mit welchem Gegenstand sich al-Bakr die Schnittwunden zugefügt haben soll und wie dieser Gegenstand in seinen Besitz gelangte.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Dschaber_al-Bakr)

„Mit denen fackeln wir nicht lange, die werden einfach beseitigt.“ Sind Sätze, die in keiner Zeitung stehen, die aber zwischen den Zeilen wahrnehmbar sind. Viele stören sich am Rechtsstaat, manche können einfach Todesurteile verhängen, ohne je belangt zu werden. Nämlich die, die Aufsicht über die JVA Leipzig hatten.

Selbst der deutsche Bundestag sah das eine Zeitlang so wie ich und forderte immerhin eine Untersuchung des Falls. Leider vergeblich.

„Die Familie erstattete Strafanzeige gegen Vollzugsbeamte wegen fahrlässiger Tötung.[52] Das Verfahren wurde im Juni 2017 eingestellt.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Dschaber_al-Bakr)

Noch ein toter Terrorist:

Anis Amri

Hat alle Merkmale eines „Gefährders“ also Diskriminierungspunkte 100 %: Religion, Hautfarbe, bzw. Ethnie, Herkunft. Und daher kein sehr hohes Lebensrecht in den Augen mancher Deutscher.

Es gab einen toten LKW Fahrer und einen Muslim, der vor einer roten Ampel wartete nur um kurz darauf einen Autounfall zu bauen, der als Terroranschlag eingestuft wird.

Die Fragwürdigkeit in der Berichterstattung lässt uns nachdenken. Der mutmaßliche Terrorist bestritt die Tat, warf der Polizei aber massive Misshandlungen vor. Er wurde zunächst als unschuldig wieder entlassen, bevor er wieder zur Fahndung ausgeschrieben war.

Der Terroranschlag konnte nachgewiesen werden. Die Schuld von Anis Amri konnte noch nicht vor einem Gericht ermittelt werden.
Der Terroranschlag wurde niemals vor der Justiz besprochen, bewiesen oder hinterfragt. Das Urteil stand fest, die Hinrichtung fand innerhalb von Stunden statt. Die Polizei Mailand hat sie ausgeführt. Er wurde standrechtlich erschossen. Natürlich wie immer in Notwehr vor der Terror.

„Am 23. Dezember wurde er gegen 3 Uhr bei einer Routinekontrolle in der zur Metropolitanstadt Mailand gehörenden Stadt Sesto San Giovanni durch italienische Polizisten erschossen, nachdem er auf diese das Feuer eröffnet hatte.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Anschlag_auf_den_Berliner_Weihnachtsmarkt_an_der_Gedächtniskirche#Fahndung_und_Tod_des_Attent.C3.A4ters)

Die Notwehr ist immer dann, wenn ein Terrorist erschossen wird.

Ein Terrorist wird immer erschossen.

Ein Justizverfahren findet niemals statt.

Die Polizei stellt die Schuld fest und führt die Todesstrafe aus.

Für Terroristen gilt: Todesstrafe, ohne Urteil und Prozess.

Niemand fragt.


© 08. November 2017 Autorin Frau Juliane Arnold. Stuttgart, Deutschland.
 Artemisnews.de

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