ArtemisNews

Das Malen, das Ausstellen und die Kritiker

Die Kahlo (Frida Kahlo) ist zur Zeit die berühmteste Künstlerin des Planeten, jeder macht ein Plagiat und malt ein eigenes Kahloportrait. Sie werden in Kaufhäusern verkauft und bei Ikea und sie sind nicht mehr von Kahlo. YouTube hat mein Video über die Vitruvianische Frau gesperrt, wegen „Urheberrechtsverletzung“.

Vitruv-Madonna-Vitruvianische Frau

Ich habe einen Da Vinci, den es nur als Mann gibt in eine Frau verwandelt. (Video ist jetzt auf einem anderen Kanal) Ein Plagiat ist im Allgemeinen legal, nur eine Fälschung ist verboten. Es wurde also mein eigenes Urheberrecht verletzt und nach 1000 Klicks hat das Patriarchat mal wieder eine Sperre eingelegt: Bevor Sie hiermit Geld verdienen müssen Sie wissen, dass das für Sie persönlich verboten ist. Wie überall habe ich in Deutschland ein Geldverdienverbot.


Auch bei Google, das keine Werbung auf ArtemisNews schalten will. Eine Frau könnte Geld verdienen, es ist verboten. Natürlich auch meine Weltanschauung. Die Kahlo kann sich nicht mehr schützen, vor den vielen Fälschungen und Plagiaten ihrer grandiosen Kunst. Sie hat sehr ernsthafte surrealistische Gemälde produziert, die vom Leiden einer kranken Frau erzählen, von der „Fehlgeburt“ und der „gebrochenen Säule“ sehen wir  leider nichts bei Ikea, denn hier kommt mexikanische Folklore im vom Mann produzierten Kahloportrait gut raus. Ein Original mit 2 Äffchen ist unschlagbar schöner! 

Der Kunstmarkt ist umstritten und die Künstler sind eine miteinander gut befreundete Klique, die zusammen durch dick und dünn gehen und die besten Freunde sind, bis es darum geht, wer die Ausstellung bekommt. Da bist du auf einmal nur noch irgendwie doof, in den Augen der männlichen Avant Garde und solltest dir mal dies und das von den Männern anschauen, bevor du nochmal weiter malst. Ich habe einen Freund verloren, der vor Hausfraupolitik so ausgerastet ist, dass er, als er hier in meiner Wohnzimmergalerie auf Besuch war nur noch sagte: „Deine Klobürste sollte dringend mal gereinigt werden“ „Du malst immer noch. Hat dir das dein Vater nicht verboten?“ und „Nenn doch deine Bilder Hitler“. Ich möchte nie wieder hören, dass jemand sowas zu meinen Bildern in deren Anwesenheit sagt. Er wird nicht mehr eingeladen. Nein, mein Vater war mein Kunstmäzen. Er hat mir die Freie Kunstschule Stuttgart für ein Jahr finanziert und einen Haufen Farben, Pinsel und Werkzeuge. Er hat die Keilrahmen zusammengeklebt, als es noch keinen Laden dafür gab und er hat Bilderrahmen und Passpartouts mit mir zusammen gemacht, als ich in Karlsruhe ausgestellt habe. Vielen Dank. Kunstmäzen war außerdem die Familie R aus der Nachbarschaft meiner Eltern, von der ich Künstlerpigment in großen Kartons geschenkt bekommen habe. Ich male immer noch mit Kobaltblau, große Bilder, obwohl ein paar Gramm fast den Goldpreis übersteigen. 

Der Galerist, der selber Bilder malt, ist meist auch eine Konkurrenz. Aber am Anfang bin ich in den Glückstopf gefallen. Ich habe in SocialMedia gechattet und auf einmal fragte mich ein Galerist aus Karlsruhe, ob ich es schaffen würde, all die Wände im Gotec Kaffee mit Kunst zu füllen. Ja kriege ich hin. Ich hatte bis dahin seiet 10 Jahren schöne Kunst produziert. Alles aus dem Studium und danach wurde da ausgestellt. Aktzeichnungen und Installationen, ein paar Federfrauen. Es wurden 3 Bilder verkauft. 

Danach nahm ein Freund ein paar Bilder mit in sein Wohnzimmer in Stuttgart und machte dort den „Blauen Salon“ auf, eine private Kunstausstellung. Davon sind 2 Bilder nicht wieder zurück gekommen. Verschwunden…. 

Mit 20 war mal ein kleiner Kunstwettbewerb in einer Dorfgalerie (Alpirsbacher Galerie) im Schwarzwald. Sie war über und über voll mit Bildern behängt, die eingereicht worden sind.

Ich war gerade abstrakt surrealistisch, gewonnen hat aber ein fotorealistisches Kinderbild von einem blonden Mädchen. Ich setzte mich hin und malte ein fotorealistisches Kinderbild für den nächsten Wettbewerb und widmete mich dann wieder dem Abstrakten, um in die Kunstakademie zu kommen.

Darum hörte ich auch auf mit Fotorealismus oder Surrealismus. Sie lehnten meine Telefonstilleben ab und auch meine gemalten Akte.

Leider sind sie teilweise nicht mehr als Fotos bei mir, meine Schwester hat ihn oder so. Es gab im Schwarzwald keinen Kunstwettbewerb mehr. 

Nochmal zum Thema Künstlerförderung. Ich wurde von den Professoren der PH Ludwigsburg sehr schätzt und bekam dort auch gute Noten für meine Kunst. Noch einmal das ganze Gotec Kaffee mit Kunst füllen und ich kann dort wieder kommen. Nur das braucht richtig viel Zeit, wenn ich nicht wieder das Gleiche ausstellen will. Jetzt ist es 19 Jahre her und ich könnte das tun, aber sie stellen keine Kunst mehr aus. Die Galerie Unsichtbar war lange mein Ort des Glücks. Die Galeristin hatte mich bereits in ihrem Kalender, um aus zu stellen, da trennten sich die Galeristen und es war nur noch Michael da. Er stellte mich nicht aus, wurde aber mein Freund. Als die Ehefrau zurück kam, stellte sie mich nur noch vor die Türe, dann war ich da eine Weile lang nicht mehr auf Besuch. Die Galerie Zero Arts war eine Themengalerie, auch wenn ich oft die Bartheke übernommen habe. Dort wurde Anfangs erotische und sadomasochistische Kunst ausgestellt, am Ende war es aber auch nur noch die übliche Avant Garde. Ich habe niemals richtig gefragt, ob ich da was ausstellen kann, weil meine Kunst nicht ins Thema passte. 

Dann wechselte dort der Galerist und ich bekam eine ausdrückliche Ausladung, dass mein Projekt gar nicht erst eingereicht werden müsse für die „Kunst gegen Rechts“ Ausstellung. Sowas passiert mir in letzter Zeit häufiger. Jeder Mensch nennt mich Abschaum, jeder weiß, dass mein Kunstwerk nich gut genug ist, obwohl es noch gar nicht produziert wurde und alle schreien rum, ich solle mich aufs Hausfrau-Sein konzentriert und die Männer mir das Malen verbieten. Ein Rückschritt im Ansehen der Frau in Deutschland ist ganz klar zu erkennen. In Stuttgart ist es ebenerdig, was die Aufstiegschancen der Frauen betrifft. Natürlich zeigt einem auch jeder ein Handyfoto von Kunst männlicher Künstler, bei denen ich noch was lernen kann. Oder weil Folklore Kunst aus Südamerika mitgebracht wurde, die schön farbige Häuser zeigt. Auf jeden Fall muss der übliche Mittelstandshausstand mit Kunst versehen werden, auf der sie etwas erkennen können, das sie den „Realismus“ nennen, in der Fachsprache der „Naturalismus“ oder auch der Fotorealismus. Bei Otto Dix nennt man es neue Sachlichkeit. Also irgend wie muss der Mensch erkennen können, was es ist und es soll aussehen, „wie in echt“. Da hilft mir der ganze Erfolg von Kandinsky und Picasso auch nicht mehr weiter, das hat die Mittelschicht noch nicht gesehen und immer schon doof gefunden. Ist wie Jazzmusik. Ich habe viel Jazzkunst gemacht, jetzt mache ich mal wieder Klassik. Die Käuferschicht sind die Könige und Adelige und das Volk ist der Souverän und das ist jetzt die Mittelschichtenfrau mit ca.1300 € Nettoeinkommen. Reiche alte Männer sind das Volk, das will, dass ich niemals irgendwie, irgendwo zu Geld kommen darf. Sie kaufen keine Kunst, weil sei mich als Körper kaufen wollen und auf gar keinen Fall darf ich irgend etwas anderes verkaufen, als meinen Körper, dafür wird von der Politik und der Herrscherkaste gesorgt, die in den Vorständen hocken. Natürlich mache ich das nicht.

Eine Münchner Künstlerin hat mir allerdings Mut gemacht. Sie ist dort als Keramikkünsterlin erfolgreich, arbeitet Tag und Nacht und verdient Geld mit Kunst. Ich zeigte ihr einmal eine Postkarte der roten Federfrau und sie war voller Lobeshymnen und nannte es Münter (Gabriele Münter) und Blauer Reiter und empfahl mir, eine Serie von 12 zu machen, dann würden sie das schon verkaufen in den Galerien. Also malte ich in den letzten Jahren Federfrauen es sind ca 6 geworden. Sie werden immer schöner, aber manche sind im Privatbesitz, weil sie meiner Mutter gehören und so habe ich nicht 12 Bilder zusammen bekommen, bevor ich mit der Serie Göttinnen angefangen habe. Und wieder sind es nur 3 und 2 will ich behalten. 

Die Göttin ist ein das älteste Thema der Kunstgeschichte und sie wird seit der Antike und der Steinzeit in der Kunst dargestellt. Künstlerisch betrachtet ist in der griechischen Antike die Darstellung der Götter die Darstellung des Ideals eines Menschen, wie er am schönsten, sportlichsten und gesündesten ist. Die Renaissance greift das Thema des idealen Menschen auf und erweitert es auf alle Künste und Körperertüchtigungen, sowie Bildung und die Wissenschaft. Sich selbst zum vollkommenen Menschen zu bilden ist das Ziel der griechischen Antike, sowie der Renaissance und die französische Aufklärung. In dieser Tradition werden Göttinnen als das Ideal einer Frau dar gestellt. Die Göttin ist die schönste und vollkommenste aller Frauen. Und natürlich sind sie unsere frühesten Göttinnen, die Jägerin Artemis ist eine der ältesten Göttinnen der Welt, die mit den Steinzeitmenschen die Jagd mit Pfeil und Bogen erfand und ihre Beschützerin war und bis heute ist. Am Erfolg bei der Jagd hing das Überleben der Menschheit ab und nichts geringeres, darum wurde die Göttin Artemis-Diana für das Jagdglück, das sie brachte, immer verehrt.

Artemis: Ich hatte nun 2 Mal die Göttin Nut gemalt und immer noch keine Artemis. Alle diese Zeichnungen und Versuche sind nur mittelmäßig oder unbrauchbar für meine Website. Da wollte ich einen Text über Artemis rein stellen und es kommt immer nur diese Venus von Botticelli vor mein Auge. Das geht aber nicht, das ist die Venus, nicht die Artemis und der Botticelli und nicht die Arnold. Eigentlich bin ich mit sowas überfordert, aber es muss so gut werden, wie diese Venus, nur von mir. Der Ausgangssperre von Frau Merkel ist es zu verdanken, dass die Malerei zum Blühen gebracht wird, während die Musiker pleite gehen. Das Bild kann jetzt für die Website verwendet werden. Kartenverlage haben Göttinnenkunstkarten verkauft, aber leider ist die New-Age- Frau, die den Verlag hatte, zur Kirche zurück gekehrt und hat alle Göttinnen nicht mehr gedruckt. Savonarola, der kirchliche Kunstzerstörer der Inquisition, gibt es eben immer noch. Man weiß nicht, wie viele Botticellis und Da Vinci von diesem Kirchenhetzer des Renaissance-Florenz ins Feuer geworfen wurden. Eine Tragödie für die Welt. Leider gibt es zur Zeit die Medici nur noch in Form arabischer Scheichs, die gefälschte Da Vinci als Echte für Millionen kaufen (Salvator Mundi). Dafür kriegt der Fälscher keine Sperre bei Youtube. Das Bild gab es vor 20 Jahren noch gar nicht. Wieder einmal verdienen die Fälscher das Geld. 

Inzwischen waren 2 Männer auf Besuch, die Minutenlang vor dem Artemisbild stehen geblieben sind und es bewunderten. Da kann man bald Eintritt verlangen. Ich brauche jetzt nur 12 solcher Bilder und das dauert dann eben noch, mindestens 12 Monate. Jetzt, wo ich der Kahlo mit Kranksein Konkurrenz mache, quasi mit verletztem Fuß ins Haus gefesselt vor eine Leinwand verbannt und durch die Coronakrise, kann es weiter gehen. So entsteht die große Kunst: Mit viel Zeit und Muße. Manche dieser Bilder werden bis zu 3 Monate lang gemalt. Zwischendurch müssen die Webseiten und die Fotos gemacht werden, dann muss noch gebloggt werden und Videos produziert, nur um von allen Leuten gehasst zu werden, bleibe ich streng bei meiner eigenen Meinung und verbreite auch nur diese. Nur um Dislikes zu bekommen habe ich dieses Video gemacht.

Die Männer wissen, wie sei die Frauen weg drängen. Das ist immer die Konkurrenz und die Stahlbetonmauer aus Hass, die der Frau das Geldverdienen verunmöglicht ist besser befestigt als die Berliner Mauer es je gewesen ist. 

Das Artemis und das erste Nutbild, will ich behalten, ich könnte jetzt ein paar Federfrauen verkaufen. Dann stelle ich noch Göttinnen aus, wenn ich nochmal 10 gemalt habe, von denen ich mich leichter trennen kann. Dafür wird dann ein Ausstellungsraum oder eine Galerie gebraucht. Vielleicht in New York. Da dürfen Frauen auch ausstellen. 

BLACKSUB.de: Kunst von Juliane Arnold


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