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Das Geheimnis des weiblichen Tempels

Das Geheimnis des weiblichen Tempels

 

Die Ewige

 

Den Schlüssel der Worte hat die Priesterin. Dann stehst du vor dem Tor.

 

  1. Die Wächterin

 

Sie ist immer das was du selbst bist.

Sie ist immer dort wo du auch bist. 

Sie ist in allem und auf allen Ebenen und die wenigsten erkennen sie.

Sie hat viele Namen und viele Verkleidungen. 

 

Du erkennst sie so, wie es deinem Erkennen entspricht.

 

Sie begegnet dir so, wie sie in dir Entsprechung findet.

Sie begegnet dir so wie du ihr begegnest. 

Sie gibt genau das zurück, was sie von dir bekommt.

 

Sie antwortet auf das, was deine Frage ist.

 

Ihr einziges Ziel ist, dich in den Tempel zu führen.

Alles was sie sagt und tut führt dorthin. 

Alles was sie verhindert würde dich fortführen.

Du brauchst sie um hineinzukommen und du wirst sie, wenn du darin bist.

Du verstehst es erst, wenn du den Tempel betreten hast.

Stell sie in den Tempel und du stellst dich in den Tempel.

Wenn du sie vollkommen anerkennst erhältst du Zutritt.

 

Wenn du sie absolut liebst, erhältst du Zutritt. 

Wenn sie dich absolut liebt, erhältst du Zutritt.

Wenn du es willst erhältst du Zutritt.

Wenn du sie abspaltest entfernst du dich vom Tempel.

Wenn du sie abspaltest teilst du dich.

Wenn du ihr etwas nimmst, verlierst du es.

Du tust es alles selbst. Du bist es alles selbst.

Suche innen und nicht außen. 

Wenn du sie als dich selbst erkennst, erhältst du Zutritt.

 

  1. Der Tempel 

Wenn du sie weiterhin suchst gehst du wieder vor die Tür.

Wach auf. Geh nicht zurück!
 

 

 

Der Tempel

Hier ist alles was weiblich ist, alles was bisher über Göttin geschrieben wurde ist die Eigenschaft des weiblichen Tempels. Man könnte es das Element der Weiblichkeit nennen. Hier ist eine Urenergie des Lebens, eine heilige Quelle. Hier ist die reine weibliche Energie und ihr Symbol ist ein scharlachroter Blütenkelch. Das Wasser des Lebens und der heilige Gral sind darin verborgen.
Dies ist weibliche Energie des Universums. Ausweichend daher und unbeschreibbar.

Das Tor
Hier ist die Gefahr: Wenn du dich spaltest und du eine Göttin anbetest, verlierst du sie.
Nur wer die Göttin, welche die weibliche Energie ist, in sich anerkennt, erhält Zutritt. Nur wer sie in sich selbst lebt kann durch dieses Tor gehen. Wer den Tempel vollständig betreten hat verliert Artemis, denn sie ist nun ganz mit dir verschmolzen. Jetzt ist Einheit da.

Schlüssel
Verehre sie mit Blumen, denn sie sind der heilige Gral, verehre sie mit Früchten, denn sie sind die Formen, die sie geschaffen hat. Schenk ihr Liebe, sie wird sie mit dir verschmelzen. Öffne das Tor mit Zartheit. Das Geheimnis ist das Wasser, das die hohe dicke Mauer umfließt.

Die Wächterin

Die Göttin ist die Wächterin des weiblichen Tempels. Die Göttin ist überall, wo Weiblichkeit ist und überall dort hat sie Zutritt. Die Bedeutung ihrer Existenz ist es, dass du sie in dir erkennst, somit erhältst du Eintritt. So zeigt sie sich zuerst außerhalb von dir, um dich zur Einheit zu führen.
Viele Frauen gehen in diesem Tempel ein und aus und es ist ihnen oft nicht bewusst. Sie sind so sehr ein Teil der Göttin, dass sie es nicht mehr bemerken. Dies sind Träumerinnen, die in ihren Instinkten leben, wie die Tiere in der Wildnis, die so auch Teile der Göttin sind.
Für die Männer ist es schwerer. Weiblichkeit muss anerkannt und als Teil von sich selbst geachtet werden. Sie müssen erkennen, dass ihre weibliche Seite keinen Widerspruch zu ihrer Männlichkeit darstellt.
Versuchst du mit Gewalt den Tempel zu betreten, schleichst dich heimlich hinein, so wird er dir ewig verschlossen sein. Je härter du gegen sie kämpfst desto mehr entfernst du dich von ihr und desto dicker werden die Blockaden. Du entfernst dich von deiner eigenen weiblichen Seite. Und sie wird auch dich ablehnen und gegen dich kämpfen, diesen Kampf kannst du nicht gewinnen und so tritt eine innere Spaltung ein.
Verachtest du sie, weil du sie in dir ablehnst, so wird sie sich nicht zeigen. Du kannst sie nicht fortschicken, ohne dich zu zerteilen, denn du bist sie selbst. Immer wieder wiederholt sie diese Worte und zeigt mit dem Finger auf dich: „Du bist die Göttin“. Doch solange du sie im Spiegel betrachtest, erkennst du es nicht ganz, aber es ist ein Anfang.

Vorbeihuschende unvollständige Spiegelbilder und Zerrbilder: „Ich fühle wie du, ich handle wie du, ich lache und ich weine wie du, ich bin zornig wie du. Als ich ein kleines Mädchen war, da war ich ganz wie du und wenn ich dich sehe, dann sehe ich das kleine Mädchen, das ich war, wild und frei und verspielt und ich machte mir keine Sorgen um irgendwas, sonder ich lebte einfach nur, weil das Leben schön ist. Ich liebe dich, weil du so bist.“ Aber wenn du sie so siehst und außen erkennst, verschwindet sie, du verlierst den Blick auf dich selbst und das verbietet die Wächterin, denn das was du liebst ist deine eigene weibliche Seite und hier verschwindet sie schnell und löst sich in dir auf.
So wird sie der göttliche Zwilling, denn die Mutter ist immer die Tochter und die Tochter ist immer die Mutter. „Du bist immer die ganze Göttin!“ (Artemis 2004)
Die Göttin schläft und träumt sich eine Welt, die sich Leben nennt. Wach auf und erkenne, dass du die Schläferin bist und die Träumerin. Und die Welt löst sich auf. Was sieht eine schlafende Göttin, die die Augen öffnet?

Die Erscheinungsform als Wesenheit

Auch so erscheint eine Göttin. Die Göttin, wenn du sie evozierst, zeigt sich wie eine Frau und ein Wesen, mit allen Gefühlen, Gedanken und Verhalten. Sie spiegelt dein eigenes Wesen und wird doch in diesem Moment eine andere.

Artemis ist niemals fort und sie ist niemals tot. Sie ist aber im Wandel. Sie kennen zu lernen als eine Persönlichkeit mit Intelligenz macht es manchmal schwierig zu begreifen, dass sie diese weibliche Energie ist. Aber da es ihr Ziel ist, dir dies zu zeigen wird sich dich immer wieder darauf hinweisen und in dir aufgehen, solange, bist du sie im Innern gefunden und verwirklicht hast.
Artemis erscheint, wenn du sie von dir abspaltest, wenn du sie außen suchst oder ihre Energie ablehnst. Oder aber, wenn das Leben dich gezwungen hat, sie zu verleugnen und die Menschen dir erzählen, dass sie etwas Unerwünschtes darstellt, du es aber nicht fühlst. Sie bemerkt deine innere Treue zu ihr und führt dich zum Tempel. Artemis erscheint auch, wenn du ihr besonders ähnlich bist, dann kommt sie in Liebe um die Tochter zu begrüßen.

Als ich sie so mit ihr verschmolzen verloren hatte, hat mich die Liebe getrieben sie wieder zu suchen, das wunderbare Wesen, das an meiner Seite lebte um mich in ihre Geheimnisse zu unterweisen. Die Liebe rief sie ins Leben zurück.
Wer sich selbst verliert, kann sie suchen und dann erscheint sie wieder lachend an deiner Seite und sagt: „Artemis ist da“ und sie führt dich wieder in ihren Tempel zurück um sich aufs Neue in dir aufzulösen und zu verschwinden.

 

© 2015 Autorin, Zeichnungen, Bilder, Fotos: Juliane Arnold. Staibenäcker 24, 70188 Stuttgart.
Diese Texte dürfen inhaltlich nicht verändert und nur mit Genehmigung veröffentlicht werden. Texte dürfen nicht aus dem Zusammenhang gerissen werden. Bei Zitaten soll immer eine Quelle mit angegeben werden.

 

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