Brief an meine Leserinnen und Leser

Liebe Leser und Leserinnen,
es sollten mal ein paar Dinge geklärt werden.
Ich denke dass ein großer Teil von Ihnen als Fans gerechnet werden darf und freue mich darüber. Es ist mir bewusst, dass unter Ihnen ein paar sehr edle liebe Menschen sind. Ich freue mich sehr, dass Sie mitlesen.

Ein anderer Teil meiner Leserschaft werden meine Erzfeinde , früheren Vergewaltiger und meine Familie sein, die großen Bammel haben, was ich über Sie noch weiter berichten werde oder an was für Geheimnisse ich mich noch erinnern werde.

Außerdem sind sicher ein Paar Geheimdienste zu geschaltet, die wissen wollen, was für Erkenntnisse, ich noch in das Internet setzten werde. Schließlich habe ich für Sie alle relevante Keywords verwendet, so dass Sie wirklich ein sehr schlechter Geheimdienst wären, wenn Sie diese Website übersehen hätten.
Dazu muss ich sagen: Nein, ich war nie bei einem Geheimdienst eingestellt (was Sie mir grundsätzlich nicht glauben werden), ich hatte nur einen Haufen Ärger mit Geheimdiensten, weil es ein paar Leute nicht lassen konnten mich zu vergewaltigen und zu versklaven. Es war eben viel Profit drin, meinen Körper auszubeuten, so dass Mann mir keine Wahl ließ.

Es melden sich auch Antisemiten, die mir noch mal genau erklären wollen, wie das mit der Rasselehre in „Mein Kampf“ ist und mir auch ungefragt Textauszüge schicken, um meine Meinung diesbezüglich erfragen.

Außerdem schreiben ein paar liebe Männer, die mich ganz hübsch finden und auch Verständnis für meine Geschichte zeigen. Sowie ein paar Mind-Control Opfer, mit denen ich lieber privat was kläre.

Liebe Feministinnen,

Es freut mich besonders zu sehen, dass es doch andere Feministinnen gibt, die mein blog lesen.
Eine direkte Rückmeldung gab es bisher nicht.

Zu einer Feministin muss ich leider sagen, dass Sie den Text „Ich bin unsichtbar“ nicht ganz verstanden haben. Sie sind sichtbar.
Sie treten im deutschen Fernsehen auf und sind prominent. Sie sind jung, rotblond und super sexy und sollten im Normalfall zum „Beutechema“ eines deutschen Mannes gehören und auch als prominent wieder erkannt werden.
Sie sind sichtbar, so können sie meine Überschrift nehmen und den Text etwas mit neuen Anekdoten versehen und Geld damit verdienen. Ich nicht. ich werde ignoriert und abgelehnt, als „nicht gut genug“, in allem was ich tue oder lernen will. Ich kann nur später die schlecht gemachten Kopien meiner Ideen irgend wo anders wieder finden. Es nachzuweisen wird schwierig, wenn ich nicht für jeden Text 50 € beim Notar hinterlasse um meine Rechte zu sichern. Nur bei der Kunst habe ich dafür eine Lösung gefunden, sie wasserzeichenartig über das ganze Bild hinweg zu signieren und mein Geschlecht dazu zu schreiben. Bei digitalen Texten geht so was nicht.

Meine Unsichtbarkeit ist nicht so sehr auf meine Weiblichkeit zurück zu führen. Im Gegenteil. Meine Weiblichkeit führt oft dazu, dass mir überall hinter her gestarrt wird, oder dass, in ausgewählten exquisiten Kreisen, alle um mich herum stehen und mit mir sprechen wollen.
Das Unsichtbar-Phänomen trifft meist, nicht immer, für die deutsche Mittel- und Oberschicht zu, und zwar bei besonders einheimisch aussehenden Ureinwohnern Deutschlands, die mir nicht ansehen, dass ich aus einer deutschen Mittelstandsfamilie meiner ursprünglich evangelischen Religion stamme, mutmaßlich, in der die Großeltern die Rassenhygiene Hitlers alle gut überstanden haben.

Das genügte in meiner Kindheit als „Ariernachweis“ und ich wurde nur von der Familie misshandelt und sexuell missbraucht und nicht auf offener Straße angepöbelt, wie es in den letzten Wochen, z.B. seit Schreiben dieses Testes (Ich bin unsichtbar oder Nachbarschaftsstalking) leider immer noch häufiger vor kommt. Was hilft mir meine mutmaßliche Abstammung, wenn jeder und jede auf der Straße mich sofort als semitisch oder ausländisch einstuft.
Diese Menschen scheinen alle noch ein altes und verbotenes Rassenhygiene Handbuch aus den 40er Jahren zu besitzen, wo genau drin steht, wie so eine Jüdin aussieht. Mir selbst war das nämlich gar nicht bewusst. Ich hatte so ein Buch nie. Es wird mir nur von Außen gezeigt.

Es wird für mich geradezu gefährlich in Deutschland, wo das Phänomen:
„Hass auf den ersten Blick“ für mich persönlich existiert.
Ich merke schon, was mir die Leute sagen wollen:

Ich soll gefälligst ihr Land verlassen, in dem ich überhaupt nix verloren habe, weil ich mich so gar nicht integrieren will.

Das habe ich auch schon des Öfteren zu erklären versucht
Es liegt nicht daran, dass ich mich nicht integrieren will oder die deutsche Sprache nicht beherrsche oder die deutsche Kultur nicht annehmen will.
Die deutsche Kultur will mich nicht annehmen.

Es wird mir immer wieder dieser Spruch an den Kopf geworfen:

„Eine wie Sie“
… ist eine Zumutung für die deutschen Kinder als Lehrerin, es ist gut, dass Sie diesen Job nicht machen… entsetzter Blick! Eine wie SIE!

„Eine wie Sie“

…. redet mit mir, als wären wir gleich gestellt! Sie sind entlassen.

„Eine wie Sie“
… braucht gar nicht zu glauben, dass Sie mich hier betrügen können und auch noch Geld für Ihre Arbeit verlangen. Das ist ja eine Zumutung.

„Eine wie Sie“
…. sollte erstmal noch ein bisschen malen lernen, dann sehen wir irgend wann mal ob´s eine Ausstellung gibt.

„Einer wie mir“

… wird gar nicht geantwortet, wenn ich der Emma einen Text anbiete, den andere jetzt in veränderter Form, dort selbst schreiben, die eben einheimisch aussehen und SICHTBAR sind.
(Ich gebe zu, dass frau in einer Email mein Aussehen nicht sieht, denn ein Lebenslauf war nicht dabei) Wahrscheinlich gehen meine Emails einfach in der Masse von Emails unter und ich habe keine Ahnung, wie frau sich bei Euch für einen Gastbeitrag bewirbt.

Trotzdem freue ich mich, dass ich ein Vorbild sein kann und von den Feministinnen in Deutschland doch noch bemerkt und auch gelesen werde.

Liebe Antisemiten und Rassisten,
danke für das massenweise zusenden ihrer Rasselehre. Ich verstehe jetzt endlich, dass meine Diskriminierung nicht nur sexistische Gründe, sondern auch rassistische Gründe hat und was in Ihren Köpfen vor geht, wenn Sie Leute auf offener Straße anpöbeln, anschreien, oder hasserfüllt anblicken. Ich habe es nicht verstanden, was Sie alle gegen mich haben. Ich verhalte mich immer höflich, lächle die Leute an und halte mich an die Regeln. Ich kleide mich anständig und nicht allzu provokativ, außer dass ich mich immer noch weigere meine Haare blond zu färben, was ein purer Protest ist und mit Frisurenexperimenten nichts mehr gemeinsam hat.

Also liebe Antisemiten und Rassisten,
ich habe jetzt verstanden, warum Sie bei meinem puren Anblick das kotzen kriegen und mir das unbedingt zeigen müssen, dass Sie im Kopf total verhetzt sind und den Teufel in mir erblicken. Das konnte ich mir zuvor gar nicht ganz erklären. Ich kann jetzt mal eine Analyse machen, was alles an Propaganda im Umlauf ist, die eigentlich als Volksverhetzung verboten gehört, weil sie verfassungswidrig ist, genauso wie die AFD.

Das Phänomen „Ich bin unsichtbar“ hat also in meinem Fall nur Teilweise mit der Benachteiligung der Frau zu tun und zum Anderen Teil eben mit Fremdenhass.
Es ist so, seit der Rassismus und der Antisemitismus wieder so hoffähig gemacht worden ist, wie es von der AFD zur Zeit betrieben wird und die Eugeniklehre von Herrn Sarrazin im Fernsehen als harmlos besprochen wird.

Ich fürchte, dass ich bald in ein anderes Land gehen muss und um Asyl bitten, weil ich in meiner Heimat antisemitisch, rassistisch und sexistisch verfolgt wurde und auch Folter und sehr viel Gewalt mit im Spiel war. Ich sehe keine Zukunft mehr in Deutschland, wo mein Aussehen genügt, um mich über all raus zu werfen und ich inzwischen auch krank geworden bin.

Es bleibt also spannend.

Mit freundlichen Grüßen

Juliane Arnold


© 2016 Autorin Frau Juliane Arnold.
Wer Texte oder Bilder von mir nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte Texte oder Bilder von mir im Umlauf bringt, muss eines Tages mit den Konsequenzen rechnen.

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